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CFTC schlägt neue Regeln für boomende Prognosemärkte vor

Die US-Regulierungsbehörde CFTC will Manipulationen auf Prognosemärkten eindämmen und klare Grenzen für zulässige Wetten setzen.

CFTC schlägt neue Regeln für boomende Prognosemärkte vor

Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) unter der Trump-Administration plant ein umfassendes neues Regelwerk für Prognosemärkte. Die Behörde will die Vorschriften am Mittwoch offiziell vorschlagen, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Dem Journal liegt bereits eine Kopie des Regelentwurfs vor.

Ziel des Vorschlags ist es, der CFTC die Befugnis zu erhalten, bestimmte Prognosewetten zu blockieren – nämlich solche, die nicht im öffentlichen Interesse liegen oder die stark anfällig für Manipulationen erscheinen. Besonders im Fokus stehen dabei Fälle, in denen eine einzelne Person einen übermäßigen Einfluss auf das Ergebnis einer Wette haben könnte.

Was erlaubt bleibt – und was verboten werden soll

Die meisten sportbezogenen Wetten sollen dem Entwurf zufolge weiterhin zulässig sein. Allerdings plant die CFTC, bestimmte Arten des sportbezogenen Handels einzuschränken. Dazu zählen etwa Wetten auf Spielerverletzungen sowie das sogenannte „First-Pitch"-Glücksspiel – eine Wettform, die bereits in einen Skandal rund um einen All-Star-Pitcher der Major League Baseball verwickelt war.

Nahezu vollständig verboten werden sollen hingegen Wetten auf Krieg, Terrorismus oder Attentate. Die Regulierungsbehörde begründet dies damit, dass solche Kontrakte nicht im öffentlichen Interesse stünden. Dies stellt eine der deutlichsten inhaltlichen Grenzen des neuen Regelwerks dar.

Wichtig ist dabei: Der Vorschlag sieht kein pauschales Verbot bestimmter Kontraktarten vor. Stattdessen skizziert er Faktoren, anhand derer die Regulierungsbehörden einzelne Kontrakte im Einzelfall prüfen werden. Dieser flexible Ansatz soll es der CFTC ermöglichen, auf neue Entwicklungen in der schnell wachsenden Branche zu reagieren.

Plattformen bereiten sich bereits vor

Die CFTC hatte bereits im Vorfeld vorläufige Leitlinien veröffentlicht, welche Arten von Wetten vermieden werden sollten. Prognoseplattformen wie Kalshi haben daraufhin bereits Maßnahmen ergriffen, um den neuen Vorschriften zuvorzukommen. So gab Kalshi an, dass geplant sei, von bestimmten Nutzern die Offenlegung der Identität ihrer Arbeitgeber zu verlangen.

Prognosemärkte haben in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Auf Plattformen wie Kalshi kann heute auf nahezu alles gewettet werden – von Wahlergebnissen über Unternehmensgewinne bis hin zur Halbzeitshow des Super Bowl. Diese Entwicklung hat die Frage nach einer angemessenen Regulierung in den USA in den Vordergrund gerückt.

Der neue Regelvorschlag und die bereits erfolgten Anpassungen bei Kalshi verdeutlichen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese noch junge Branche weiterhin im Entstehen begriffen sind. Für deutsche Anleger und Beobachter ist dies relevant, da ähnliche Plattformen auch in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnen und regulatorische Entwicklungen in den USA oft als Blaupause für andere Märkte dienen.

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