Cerrado Gold verschiebt BFS für Mont-Sorcier-Projekt zur Optimierung
Das kanadische Bergbauunternehmen prüft Optimierungsoptionen, um den Gesamtwert des Eisenerz- und Vanadiumprojekts erheblich zu steigern.

Cerrado Gold, an der TSX notiert, hat das Abschlussdatum der bankfähigen Machbarkeitsstudie (BFS) für sein Projekt Mont Sorcier in Quebec, Kanada, verschoben. Das Unternehmen möchte zunächst zahlreiche Optimierungs- und Abwägungsmöglichkeiten prüfen, die das Potenzial haben, den Gesamtwert des Projekts erheblich zu steigern. Bei Mont Sorcier handelt es sich um ein hochgradiges Eisenerz- und Vanadiumprojekt, das von der Cerrado-Tochtergesellschaft Voyager Metals betrieben wird.
Die Machbarkeitsstudie identifizierte mehrere Ansätze, um die Projektwirtschaftlichkeit weiter zu verbessern sowie sowohl die Kapital- als auch die Betriebskosten zu senken – trotz des anhaltenden branchenweiten Inflationsdrucks. Cerrado kündigt zudem an, dass voraussichtlich zahlreiche Abwägungsstudien abgeschlossen werden, um diese Verbesserungen zu bewerten und zu nutzen.
Minenplanung als größte Optimierungschance
Die bedeutendste Verbesserungsmöglichkeit ergibt sich laut Cerrado aus dem laufenden Minenplanungsprozess. Konkret geht es darum, eine moderate Menge an derzeit abgeleiteten Ressourcen in gemessene Ressourcen umzuwandeln – und zwar innerhalb eines definierten Gebiets östlich der geplanten Grube. Das Material in dieser Region liegt voraussichtlich flacher, was die Kosten für den Abraum und das Tailings-Management über die gesamte Lebensdauer der Mine (Life-of-Mine, LoM) erheblich senken könnte.
Um diese Ressourcenumwandlung zu ermöglichen, plant Cerrado im dritten Quartal dieses Jahres ein kleines, gezieltes Definitionsbohrprogramm. Dieses soll sicherstellen, dass Ressourcen, die von der Kategorie „abgeleitet" in „gemessen" überführt werden können, in den optimierten Minenplan einfließen. Parallel dazu werden weitere detaillierte Prüfungen und Abwägungsstudien zu den Gesamtinvestitions- und Betriebskosten durchgeführt.
Inflationsdruck und Konzentratqualität im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bau des LoM-Absetzbeckens und anderen Infrastrukturanforderungen des Projekts. Cerrado will dabei die Gesamtgröße und das benötigte Baumaterial reduzieren, um dem steigenden Inflationsdruck auf dem Markt für Eisenerz und „grünen Stahl" entgegenzuwirken.
Auch die Frage der Konzentratqualität steht zur Debatte. Die aktuellen metallurgischen Testarbeiten belegen zwar die Fähigkeit zur Produktion von 67-prozentigen höhergradigen Konzentraten, die von der grünen Stahlindustrie nachgefragt werden. Allerdings erzielt das 67-Prozent-Konzentrat derzeit lediglich einen Aufschlag von rund 20 US-Dollar pro Tonne gegenüber dem 65-Prozent-Index – ein Niveau, das die zusätzlichen Kapital- und Betriebskosten für das höherwertige Produkt möglicherweise nicht rechtfertigt.
Cerrado weist darauf hin, dass ein niedrigerer Konzentrationsgrad durch eine höhere Gewichtsausbeute in der Konzentrationsanlage ausgeglichen werden könnte. Dies würde zu einem höheren Produktionsniveau bei einem vereinfachten Fließschema führen und gleichzeitig die Kapital- und Betriebskosten senken.
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Zur AktienanalyseCEO sieht keinen wesentlichen Einfluss auf den Gesamtzeitplan
CEO und Vorsitzender Mark Brennan kommentiert die Entscheidung wie folgt: „Wir glauben, dass dies die richtige Vorgehensweise ist, und sind zuversichtlich, dass die identifizierten Möglichkeiten einen wesentlichen Einfluss auf den Wert des Projekts haben werden. Darüber hinaus wird nicht erwartet, dass das Optimierungsprogramm den Zeitplan des Gesamtprojekts wesentlich beeinflusst."
Der Gesamtzeitplan des Projekts wird laut Brennan durch das Einreichungsdatum der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung bestimmt. Infolge der nun vorgenommenen Änderungen erwartet das Unternehmen, diese Prüfung im zweiten Quartal 2027 einzureichen. Cerrado bezeichnet die Verschiebung der BFS insgesamt als umsichtige Investition, um das Projekt für alle Stakeholder zu optimieren.


