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Century Aluminum steigert US-Primärproduktion mit erweiterter Schmelzhütte um 10%

Das Werk Mt Holly in South Carolina produziert erstes Flüssigmetall nach umfassender Erweiterung – volle Kapazität bis Ende Juni erwartet.

Century Aluminum steigert US-Primärproduktion mit erweiterter Schmelzhütte um 10%

Century Aluminum, an der Nasdaq notiert, hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Das erweiterte Werk Mt Holly im Berkeley County, South Carolina, hat erfolgreich das erste Flüssigmetall produziert. Die umfassende Erweiterung der Anlage soll die gesamte US-Primäraluminiumproduktion um rund 10% steigern. Die volle Produktionskapazität wird laut Unternehmensangaben bis Ende Juni erreicht.

Das Projekt hat bereits konkrete wirtschaftliche Wirkung entfaltet: 125 feste Arbeitsplätze wurden in South Carolina neu geschaffen. Mit dieser Erweiterung festigt Century Aluminum seine Position als größter Primäraluminiumproduzent in den Vereinigten Staaten. Für die US-amerikanische Industrie, die seit Jahren auf Importe angewiesen ist, stellt dies einen wichtigen Schritt in Richtung Versorgungssicherheit dar.

Neue Hütte in Oklahoma soll US-Kapazität verdoppeln

Noch ambitionierter ist ein weiteres Vorhaben des Unternehmens: Century Aluminum plant gemeinsam mit Emirates Global Aluminium den Bau der ersten neuen Primäraluminiumhütte in den USA seit fast 50 Jahren. Der Standort befindet sich in Oklahoma. Die neue Anlage soll die US-Primäraluminiumproduktion um weitere 750.000 Tonnen erhöhen – und damit die derzeitige Gesamtkapazität der USA verdoppeln.

Das Projekt gilt als außergewöhnlich bedeutsam für die amerikanische Industriepolitik. Es wird erwartet, dass es die größte Einzelinvestition in die Produktion eines kritischen Metalls in der Geschichte der USA darstellen wird. Mehr als 1.000 direkte Arbeitsplätze sowie rund 4.000 Stellen im Baugewerbe sollen dadurch entstehen.

Trumps Aluminiumzölle als Treiber der Investitionen

Jesse Gary, Präsident und CEO von Century Aluminum, sieht die politischen Rahmenbedingungen als entscheidenden Faktor. Die Aluminiumzölle von Präsident Donald Trump gemäß Section 232 treiben laut Gary Rekordinvestitionen in die amerikanische Aluminiumproduktion voran. „Die Argumente für eine heimische Produktion sind stärker denn je, da Lieferkettenunterbrechungen im Ausland erneut die Notwendigkeit einer krisenfesten heimischen Versorgung mit diesem kritischen Metall verdeutlichen, das für die US-Wirtschaft und die nationale Sicherheit von entscheidender Bedeutung ist", erläutert Gary.

Die Section-232-Zölle, die auf Einfuhren von Aluminium erhoben werden, sollen die heimische Produktion wettbewerbsfähiger machen und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten reduzieren. Für deutsche und europäische Beobachter ist diese Entwicklung von besonderer Relevanz, da sie den globalen Aluminiummarkt und die Wettbewerbssituation für europäische Produzenten und Abnehmer nachhaltig beeinflussen kann.

Aluminium gilt als kritisches Metall für zahlreiche Schlüsselindustrien – von der Luft- und Raumfahrt über den Automobilbau bis hin zur Verpackungsindustrie und dem Bausektor. Eine deutliche Ausweitung der US-Eigenproduktion könnte mittelfristig die globalen Handelsströme und Preise für das Leichtmetall beeinflussen.

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