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Century Aluminum begrüßt Trumps Dekret für US-Aluminiumproduktion

Das neue Präsidentendekret vom 21. Juli ermöglicht reduzierten Zollsatz für Unternehmen, die in heimische Primäraluminiumproduktion investieren.

Century Aluminum begrüßt Trumps Dekret für US-Aluminiumproduktion

Der an der Nasdaq notierte Aluminiumproduzent Century Aluminum hat das jüngste Dekret von US-Präsident Donald Trump ausdrücklich begrüßt. Das am 21. Juli unterzeichnete Dekret schafft Anreize für Investitionen in die amerikanische Fertigung und erlaubt es zugelassenen Unternehmen, die in neue Primäraluminiumproduktion in den USA investieren, eine entsprechende Menge an Primäraluminium zu einem reduzierten Zollsatz zu importieren. Der neue Zollsatz für diese Unternehmen beträgt künftig nur noch die Hälfte des ansonsten geltenden Satzes für solche Importe.

Für Century Aluminum kommt das Dekret zu einem strategisch bedeutsamen Zeitpunkt. Das Unternehmen hatte bereits im Februar gemeinsam mit Emirates Global Aluminum (EGA) Pläne für den Bau einer neuen Aluminiumhütte in Inola, Oklahoma, bekanntgegeben. Das Projekt trägt den Namen „Oklahoma Primary Aluminum" und gilt als die größte Einzelinvestition, die jemals in die US-Primäraluminiumproduktion geflossen ist – mit dem Potenzial, die derzeitige Gesamtproduktion des Landes mehr als zu verdoppeln.

Massive Kapazitäten und Tausende Arbeitsplätze geplant

Die geplante Hütte in Oklahoma soll eine Kapazität von 750.000 Tonnen Primäraluminium pro Jahr erreichen. Darüber hinaus werden mit dem Projekt rund 1.000 direkte Arbeitsplätze sowie weitere 4.000 Stellen im Baugewerbe verbunden sein. Für die US-amerikanische Industriepolitik ist das Vorhaben damit weit mehr als ein unternehmerisches Projekt – es ist ein Symbol für die angestrebte Reindustrialisierung des Landes.

CEO Jesse Gary kommentierte das Dekret mit deutlichen Worten: „Präsident Trump setzt erneut auf ‚America First', indem er Investitionen wie Oklahoma Primary Aluminum erleichtert. Wir sind dankbar für die unerschütterliche Unterstützung des Präsidenten, die unser Engagement stärkt, dieses kritische Metall an lebenswichtige amerikanische Industrien wie die Verteidigungs- sowie die Luft- und Raumfahrtbranche zu liefern. Century ist stolz darauf, die Wiederbelebung der heimischen Primäraluminiumindustrie anzuführen."

Zusätzliche Kapazitätserweiterung in South Carolina

Neben dem Großprojekt in Oklahoma treibt Century Aluminum auch die Expansion an einem bestehenden Standort voran. Das Unternehmen kündigte kürzlich eine Kapazitätserweiterung in seinem Werk Mt. Holly in South Carolina an. Diese Maßnahme soll die gesamte US-Primäraluminiumproduktion um knapp 10 Prozent steigern und zusätzliche 150 Arbeitsplätze in dem Bundesstaat schaffen.

Für deutsche Anleger und Beobachter des globalen Aluminiummarktes ist die Entwicklung in den USA von besonderer Relevanz. Aluminium gilt als Schlüsselrohstoff für zahlreiche Industrien – von der Automobilbranche über die Verpackungsindustrie bis hin zur Rüstung und Luft- und Raumfahrt. Eine deutliche Ausweitung der US-Inlandsproduktion könnte mittelfristig die globalen Handelsströme und Preise für das Leichtmetall beeinflussen. Century Aluminum positioniert sich mit seinen aktuellen Investitionen als zentraler Akteur in der Neugestaltung der nordamerikanischen Aluminiumversorgung.

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