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CBOT-Sojabohnen steigen auf Einmonatshoch dank Rohölpreisen

Steigende Ölpreise, stockende Iran-Friedensgespräche und Hoffnungen auf chinesische Käufe treiben den gesamten Sojakomplex nach oben.

CBOT-Sojabohnen steigen auf Einmonatshoch dank Rohölpreisen

Die meistgehandelten Sojabohnen-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) haben am Montag ein Einmonatshoch erreicht. Gleichzeitig markierten Sojaöl-Kontrakte mit späteren Fälligkeiten historische Höchststände. Als zentraler Treiber gilt der Anstieg der Rohölpreise, der den gesamten Sojakomplex nach oben zog.

Die Ölpreise legten am Montag um rund 3 Prozent zu und kletterten auf ein Zweiwochenhoch. Ausschlaggebend dafür waren ins Stocken geratene Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sowie eingeschränkte Lieferungen durch die Straße von Hormus. Diese strategisch bedeutende Meerenge ist eine der wichtigsten Transitrouten für den globalen Energiehandel – ihr eingeschränkter Betrieb hält das weltweite Ölangebot knapp.

Marktpreise im Überblick

An der CBOT schlossen die Mai-Sojabohnen 13-1/2 Cents höher bei 11,77-1/4 US-Dollar pro Scheffel. Juli-Sojaöl beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,34 Cent bei 71,67 Cents pro Pfund. Juli-Sojaschrot stieg um 8,70 US-Dollar und schloss bei 327,80 US-Dollar pro Short Ton.

Neben den Ölpreisen richtet der Markt seinen Blick auf ein geplantes Treffen Mitte Mai zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Händler hoffen, dass China dabei zusätzliche Käufe von US-Sojabohnen und anderen Agrargütern zusagen wird. China ist traditionell der weltgrößte Importeur von Sojabohnen und damit ein entscheidender Faktor für die Preisentwicklung an den US-Terminmärkten.

Düngemittelpreise unter Druck

Ein weiteres gewichtiges Thema für die Agrarmärkte ist der erneute Anstieg der Düngemittelpreise. Landwirte weltweit sehen sich aufgrund des Krieges der USA und Israels gegen den Iran mit dem zweiten sprunghaften Preisanstieg innerhalb von nur vier Jahren konfrontiert. Der Nahe Osten gilt als führendes Zentrum für die Düngemittelproduktion, und ein Großteil des weltweiten Düngemittelhandels passiert üblicherweise die Straße von Hormus.

Durch den anhaltenden Konflikt ist der Verkehr durch diese Meerenge weitgehend zum Erliegen gekommen. Für Landwirte bedeutet dies steigende Produktionskosten, was mittel- bis langfristig auch die Anbauflächen und Erntemengen beeinflussen könnte. Deutsche Landwirte und Agrarunternehmen, die auf internationale Düngemittelmärkte angewiesen sind, spüren diese Entwicklung ebenfalls.

Die Kombination aus geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, der Hoffnung auf eine Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit und steigenden Energiepreisen sorgt derzeit für erhebliche Bewegung an den globalen Agrarterminkontraktmärkten. Für Investoren und Marktteilnehmer bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus sowie der Ausgang der geplanten Gespräche zwischen Trump und Xi der entscheidende Faktor für die weitere Preisentwicklung im Sojakomplex.

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