CBOT-Mais steigt auf Zehnmonatshoch dank Rohöl-Rally
Steigende Ölpreise, Unwetterwarnungen im Mittleren Westen und starke Exportnachfrage treiben Mais-Futures auf neues Hoch.

Die Mais-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) haben am Montag ein Zehnmonatshoch erreicht. Gleich mehrere Faktoren trieben die Preise nach oben: steigende Rohölpreise, Sorgen über Unwetter im US-Mittleren Westen sowie eine robuste globale Exportnachfrage.
Der CBOT-Mais-Future für Juli schloss 5-3/4 Cents höher bei 4,69-1/4 US-Dollar pro Bushel. Das ist der höchste Stand seit zehn Monaten und signalisiert eine deutliche Aufwärtsbewegung an den Agrarmärkten.
Rohöl-Rally als Treiber
Ein wesentlicher Auslöser für den Preisanstieg war die Entwicklung am Ölmarkt. Die Rohölpreise legten am Montag um rund 3 Prozent zu und erreichten damit ein Zweiwochenhoch. Hintergrund sind ins Stocken geratene Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sowie eingeschränkte Lieferungen durch die Straße von Hormus, was das weltweite Ölangebot verknappt.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch sie wird nicht nur ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels abgewickelt, sondern auch ein Großteil des weltweiten Düngemittelhandels. Der Nahe Osten gilt als bedeutendes Zentrum für die Düngemittelproduktion, und der Konflikt hat den Verkehr durch diese strategisch wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht.
Düngemittelpreise unter Druck
Die geopolitischen Spannungen treffen die Landwirtschaft weltweit empfindlich. Bauern sehen sich aufgrund des Krieges der USA und Israels gegen den Iran mit einer zweiten Welle von Düngemittelpreissteigerungen innerhalb von nur vier Jahren konfrontiert. Für deutsche und europäische Landwirte, die bereits unter hohen Betriebskosten leiden, verschärft sich damit die wirtschaftliche Lage weiter.
Bereits während des Ukraine-Krieges ab 2022 hatten Düngemittelpreise historische Höchststände erreicht und die landwirtschaftlichen Produktionskosten weltweit massiv in die Höhe getrieben. Eine erneute Preisspirale bei Düngemitteln könnte die Nahrungsmittelproduktion und damit auch die Verbraucherpreise belasten.
Aussaat schreitet voran – Unwetter drohen
Trotz der angespannten Lage läuft die frühe Aussaat von Mais und Sojabohnen in den USA bislang gut. Allerdings könnten erwartete Unwetter im US-Mittleren Westen die Aussaat in einigen Regionen verzögern. Der Mittlere Westen ist das Herzstück der amerikanischen Landwirtschaft und für die globale Getreideversorgung von zentraler Bedeutung.
Starke Regenfälle in dieser Region können die Feldarbeit erheblich behindern und Unsicherheiten über die künftige Erntegröße schüren – was Händler und Investoren zusätzlich nervös macht und die Preise stützt.
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Zur AktienanalyseStarke Exportnachfrage aus Südkorea
Weitere Unterstützung erhielten die Maispreise durch eine anhaltend starke Exportnachfrage. Südkorea meldete am Montag einen weiteren Maiskauf, was das internationale Interesse an US-Mais unterstreicht. Solche Meldungen signalisieren dem Markt, dass die globale Nachfrage trotz der geopolitischen Unsicherheiten robust bleibt.
Für Anleger, die Agrarmärkte im Blick haben, bleibt die Entwicklung an der Straße von Hormus, die Wettersituation im US-Mittleren Westen sowie die weitere Entwicklung der Düngemittelpreise entscheidend für die künftige Richtung der Mais-Futures.


