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CBOT-Mais-Futures steigen durch Ölpreisanstieg und Aussaatverzögerungen

Höhere Rohölpreise und nasskaltes Wetter im US-Getreidegürtel treiben die Mais-Futures an der CBOT nach oben.

CBOT-Mais-Futures steigen durch Ölpreisanstieg und Aussaatverzögerungen

Die Mais-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) haben am Montag zugelegt. Zwei wesentliche Faktoren stützten die Preise: steigende Rohölnotierungen sowie Sorgen über Regenfälle, die die Frühjahrsaussaat in den USA verzögern könnten. Der CBOT-Mais-Future für Juli schloss 5-1/2 Cents höher bei 4,85-3/4 US-Dollar pro Scheffel.

Einige Landwirte im zentralen und östlichen Getreidegürtel der Vereinigten Staaten haben aufgrund nasskalter Bedingungen noch nicht mit der Aussaat von Mais und Sojabohnen begonnen. Die Marktteilnehmer warten nun auf den wöchentlichen Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) über den Zustand der Ernten, um den tatsächlichen Fortschritt der Aussaat bewerten zu können.

Ölpreisanstieg befeuert Getreidepreise

Ein weiterer entscheidender Treiber für die Mais-Futures ist die enge Verbindung zwischen Rohöl- und Getreidepreisen. Mais und Sojabohnen sind gängige Rohstoffe für die Biokraftstoffproduktion – steigen die Ölpreise, wächst die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen, was die Getreidepreise stützt.

Die Rohölpreise legten am Montag um rund 4 Prozent zu. Auslöser waren Sorgen über mögliche Versorgungsunterbrechungen infolge erneuter Spannungen am Persischen Golf. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten, dass ihre Luftabwehrsysteme auf eine Raketendrohung reagierten. Zusätzlich brach auf einem südkoreanischen Schiff ein Feuer aus, was die Nervosität an den Energiemärkten weiter erhöhte.

Der anhaltende Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die geopolitische Risikoprämie an den Rohstoffmärkten spürbar erhöht. Für Anleger und Händler bedeutet dies, dass Entwicklungen in der Golfregion zunehmend auch die Agrarrohstoffpreise direkt beeinflussen.

Bedeutung für den deutschen Markt

Für deutsche Privatanleger und Marktteilnehmer sind CBOT-Mais-Futures ein wichtiger Indikator für die globale Agrarrohstoffpreisentwicklung. Deutschland und die Europäische Union importieren erhebliche Mengen an Mais und sind auf stabile Weltmarktpreise angewiesen – sowohl für die Tierfutterproduktion als auch für die Lebensmittelindustrie.

Die aktuelle Kombination aus geopolitischen Spannungen, Wetterproblemen in den USA und steigenden Energiepreisen zeigt, wie eng die verschiedenen Rohstoffmärkte miteinander verknüpft sind. Anleger sollten die kommenden USDA-Berichte zur Aussaatentwicklung genau beobachten, da diese kurzfristig richtungsweisend für die Maispreisentwicklung sein dürften.

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