CATL kauft Lithiumerz von externen Lieferanten
Stillstand der Jianxiawo-Mine zwingt Batteriehersteller zu neuen Rohstoffquellen

Chinas Batteriegigant Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) hat für November Bestellungen bei externen Lieferanten von Lithiumerz aufgegeben. Nach Angaben von Personen mit direkter Kenntnis der Vorgänge sucht das Unternehmen damit nach alternativen Rohstoffquellen, während die Förderung in seiner wichtigsten Mine Jianxiawo weiterhin ausgesetzt ist. Eine CATL-Tochtergesellschaft und ein Joint Venture, das in der Stadt Yichun Lithiumkarbonat produziert, habe Anfang des Monats entsprechende Aufträge an Händler vergeben, so zwei informierte Quellen, die anonym bleiben wollten, da sie nicht befugt sind, öffentlich zu sprechen.
Das Unternehmen greife auf diese Weise nur selten auf den Markt zurück, wenn die eigene Mine in vollem Betrieb sei, erklärte eine der Quellen. Eine Anfrage zur Stellungnahme blieb von CATL unbeantwortet. Der Abbau in der Jianxiawo-Mine, einem der zentralen Lithiumvorkommen des Konzerns in der Provinz Jiangxi, ruht seit Anfang August. Grund ist das Auslaufen der Bergbaulizenz. CATL hatte bereits im August mitgeteilt, die Lizenz so schnell wie möglich erneuern zu wollen.
Im September berichtete die chinesische Wirtschaftszeitung Securities Times, dass eine Wiederaufnahme der Förderung unmittelbar bevorstehe. Bislang hat CATL jedoch keine entsprechende Ankündigung gemacht. Die jährliche Produktionskapazität der Mine liegt bei rund 46.000 Tonnen Lithiumkarbonat, was etwa drei Prozent der weltweiten Jahresproduktion im Jahr 2025 entspricht, wie aus Daten der australischen Regierung hervorgeht.
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Zur AktienanalyseDas Bergwerk war bereits im vergangenen Jahr vorübergehend geschlossen worden, bevor es im Februar wieder in Betrieb ging. Seit August ruht die Förderung erneut. Die Schließungen haben in der Vergangenheit wiederholt deutliche Auswirkungen auf die weltweiten Lithiumpreise gehabt, da der Standort als wichtiger Faktor für das globale Angebot gilt.


