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Cathie Wood kauft SpaceX – aber lohnt sich das wirklich?

Ark Investment Management stockt SpaceX-Position auf, doch die extreme Bewertung von 78 KUV lässt Zweifel aufkommen.

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Cathie Wood kauft SpaceX – aber lohnt sich das wirklich?

Cathie Wood und ihr Unternehmen Ark Investment Management setzen weiter auf SpaceX. Am 22. Juli erwarb Ark erneut Anteile an dem Raumfahrtunternehmen, das mittlerweile die viertgrößte Position im Gesamtportfolio der Investmentgesellschaft darstellt. Doch trotz des prominenten Kaufsignals gibt es gewichtige Gründe, diesen Schritt nicht einfach zu kopieren.

SpaceX hat die Raumfahrtbranche zweifellos revolutioniert. Das Unternehmen ist derzeit führend bei der Bereitstellung orbitaler Startdienste für US-Regierungsbehörden und entwickelt mit Starship eine Rakete der nächsten Generation, die die Startkosten erheblich senken könnte. Starship soll zudem dabei helfen, deutlich mehr Satelliten in den Orbit zu befördern – ein entscheidender Vorteil für das Starlink-Segment, das Internetdienste über eine Konstellation von Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn anbietet.

Starlink und KI als Wachstumstreiber

Starlink zählt bereits 10,3 Millionen Abonnenten, eine Zahl, die weiter wächst. Zusätzlich gewinnt das KI-Geschäft von SpaceX an Fahrt: Das Unternehmen hat eine Vereinbarung zur Bereitstellung von Rechenkapazitäten für Alphabet abgeschlossen. Berichten zufolge führt SpaceX außerdem Gespräche über einen potenziell milliardenschweren Deal zur Rechenleistungsversorgung des US-Verteidigungsministeriums.

Die Wachstumsperspektiven klingen verlockend – doch die Bewertung des Unternehmens wirft ernsthafte Fragen auf. SpaceX wird derzeit mit rund 1,6 Billionen US-Dollar bewertet. Dem steht ein Quartalsumsatz von lediglich 4,7 Milliarden US-Dollar gegenüber, der im Jahresvergleich um nur 15 Prozent gewachsen ist. Das daraus resultierende Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) liegt bei astronomischen 78,09 – ein Wert, der nach gängigen Bewertungsmaßstäben kaum zu rechtfertigen ist. Eine als angemessen geltende Bewertung beginnt üblicherweise bei einem KUV unter 2.

Bewertung lässt kaum Spielraum für Enttäuschungen

Erschwerend kommt hinzu, dass SpaceX in naher Zukunft voraussichtlich nicht dauerhaft profitabel sein wird. Das Unternehmen investiert massiv in seine als transformativ eingestuften Geschäftsbereiche – allen voran das KI-Segment, dessen Investitionsausgaben (Capex) höher sind als jene der beiden anderen Segmente zusammen. Ob diese Strategie aufgeht, bleibt abzuwarten.

Die hohe Bewertung signalisiert, dass der Markt den künftigen Erfolg von SpaceX in den Bereichen Konnektivität und KI bereits vollständig eingepreist hat. Das birgt erhebliche Risiken: Sollte das Unternehmen die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen oder einem verstärkten Wettbewerb ausgesetzt sein, könnte die Aktie in den kommenden Jahren deutlich unter Druck geraten.

Für Privatanleger bedeutet das: SpaceX ist zweifellos ein faszinierendes Unternehmen mit beeindruckenden Ambitionen – von der Verbesserung der globalen Internetversorgung bis hin zur Entsendung von Menschen zum Mars. Doch Faszination allein rechtfertigt keine Investition zu jedem Preis. Solange die Aktie nicht deutlich von ihrem aktuellen Niveau zurückkommt, bleibt das Chance-Risiko-Verhältnis für neue Investoren ungünstig. Cathie Wood mag an die langfristige Vision glauben – doch der Einstiegspreis entscheidet maßgeblich über den Anlageerfolg.

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