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Castberg-Ölfeld erreicht volle Förderkapazität

Equinor meldet 220.000 Barrel täglich und erwartet höhere Reserven durch neue Bohrungen

Castberg-Ölfeld erreicht volle Förderkapazität

Norwegens Energiekonzern Equinor hat bekanntgegeben, dass das Ölfeld Johan Castberg in der Arktis derzeit mit seiner maximalen Kapazität produziert. Der tägliche Ausstoß liege bei 220.000 Barrel Rohöl, teilte das Unternehmen mit. Die Lagerstätte befindet sich in der Barentssee und zählt zu den bedeutendsten neuen Offshore-Projekten Norwegens in den vergangenen Jahren.

Die Förderung auf dem Feld hatte am 31. März begonnen. Allerdings musste der Betrieb im Mai kurzzeitig unterbrochen werden. Grund dafür war ein technischer Ausfall, der Reparaturarbeiten erforderlich machte. Inzwischen ist die Produktion wieder vollständig angelaufen und hat das ursprünglich vorgesehene Fördermaximum erreicht.

Equinor, das als Betreiber des Projekts fungiert, hält einen Anteil von 46,3 Prozent an dem Ölfeld. Weitere Beteiligungen liegen bei Vår Energi mit 30 Prozent sowie bei Petoro, einem staatlichen norwegischen Unternehmen, das 23,7 Prozent besitzt. Vår Energi wiederum wird mehrheitlich vom italienischen Energiekonzern Eni kontrolliert.

Die ursprünglich geschätzten Reserven im Johan-Castberg-Feld liegen laut Angaben von Equinor zwischen 450 und 650 Millionen Barrel. Diese Mengen könnten jedoch noch deutlich steigen. Das Unternehmen verweist auf laufende Bohrungen, die das Potenzial bergen, zusätzlich zwischen 250 und 550 Millionen Barrel zu erschließen.

Das Castberg-Feld ist ein strategisch wichtiger Bestandteil von Norwegens langfristiger Öl- und Gasförderung in der Arktis. Es liegt weit nördlich des Polarkreises und stellt hohe Anforderungen an Technologie und Logistik. Der Beginn der kommerziellen Förderung markiert einen weiteren Schritt in der Entwicklung dieser abgelegenen Region als Energiequelle.

Trotz der extremen klimatischen Bedingungen sieht Equinor weiterhin großes Potenzial in der Barentssee. Derzeit konzentrieren sich die Aktivitäten auf die Sicherstellung einer stabilen Produktion und die Auswertung der laufenden Bohrungen, um die tatsächlichen Reserven möglichst präzise zu beziffern. Nach Unternehmensangaben wird der Ausbau des Feldes fortgesetzt, während gleichzeitig weitere Explorationsmaßnahmen in der Region geprüft werden.

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