Casey Wasserman verkauft Talentagentur nach Epstein-Skandal und Kunden-Exodus
Der Organisator der Olympischen Spiele 2028 zieht Konsequenzen aus der Veröffentlichung belastender E-Mails.

Casey Wasserman, Vorsitzender der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles, hat den Verkauf seiner gleichnamigen Talent- und Marketingagentur eingeleitet. In einem Memo an die Mitarbeiter am Freitagabend begründete er diesen Schritt mit seiner Rolle als "Ablenkung" für das Unternehmen.
Der Entscheidung vorausgegangen war die Veröffentlichung anzüglicher E-Mails, die Wasserman vor Jahren mit Ghislaine Maxwell austauschte. Maxwell war eine enge Vertraute des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Die Enthüllungen führten zu erheblichen Turbulenzen in Wassermans Geschäftsimperium.
In den vergangenen Tagen kündigten mehrere prominente Klienten ihre Zusammenarbeit mit der Agentur. Darunter befinden sich die Grammy-Preisträgerin Chappell Roan und die US-Fußballnationalspielerin Abby Wambach. Auch in der Führungsebene des Unternehmens kam es zu hochkarätigen Veränderungen.
Rückhalt beim Olympia-Komitee
Trotz der Kontroversen erhielt Wasserman Anfang dieser Woche Unterstützung vom Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2028. Laut mit der Situation vertrauten Personen stimmte das Gremium einstimmig dafür, ihn als Vorsitzenden zu behalten. Diese Position behält er trotz des Verkaufs seiner Agentur.
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Zur AktienanalyseWasserman gründete sein Unternehmen vor mehr als 20 Jahren und baute es zu einer der führenden Talent- und Marketingagenturen auf. Der nun eingeleitete Verkaufsprozess markiert einen drastischen Einschnitt in seiner Karriere. Details zu potenziellen Käufern oder dem Kaufpreis wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Die Veröffentlichung von Dokumenten im Zusammenhang mit dem Epstein-Fall hatte in den vergangenen Monaten mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Zahlreiche prominente Namen wurden in den Unterlagen erwähnt, was zu weitreichenden Konsequenzen in verschiedenen Branchen führte.

