Capital Economics warnt vor Goldblase in China
Spekulatives Verhalten statt Sicherheit: Analysten sehen erhöhtes Risiko für Marktturbulenzen

Capital Economics schlägt Alarm: Die rasant steigende Goldnachfrage in China zeigt zunehmend spekulative Züge und könnte zu einer Blase führen. Das Beratungsunternehmen warnt vor erhöhter Volatilität am globalen Goldmarkt, da chinesische Investoren verstärkt auf Hebelprodukte und Termingeschäfte setzen.
Analyst Hamad Hussain von Capital Economics bringt es auf den Punkt: "Der zunehmende Einsatz von Hebeln und der Terminhandel, um ein Exposure in Gold in China aufzubauen, deutet darauf hin, dass der jüngste Anstieg der chinesischen Goldnachfrage eher dem Aufbläsen einer Spekulationsblase entspricht." Diese Entwicklung werde wahrscheinlich zu höherer Volatilität am Goldmarkt beitragen.
Die Warnung kommt nicht von ungefähr: Auch US-Finanzminister Scott Bessant bezeichnete den chinesischen Goldhandel kürzlich als "unbändig" und verglich die Bewegungen mit einem "klassischen, spekulativen Blow-off". Allerdings betont Capital Economics, dass auch westliche Investoren eine bedeutende Rolle spielen, wie Zuflüsse in goldgedeckte ETFs und steigende US-Margin-Anforderungen zeigen.
Explosive Nachfrage bei Barren und Münzen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während der Schmuckkonsum angesichts historischer Höchstpreise zurückging, explodierte die Nachfrage nach Barren und Münzen. Im Jahr 2025 stieg sie im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 35 Prozent. Die Bestände in chinesischen goldgedeckten ETFs haben sich seit Anfang 2025 sogar verdoppelt.
Besonders auffällig ist der sprunghafte Anstieg der Gold-Warrants an der Shanghai Futures Exchange. Dies deutet darauf hin, dass der Terminhandel zu einem immer größeren Teil des chinesischen Goldmarktes geworden ist. Die spekulativen Netto-Long-Positionen befinden sich auf einem erhöhten Niveau.
Risiko weiterer Volatilitätsschübe
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Zur AktienanalyseCapital Economics zieht ein klares Fazit: "In China könnte sich auch eine Goldblase aufblähen." Der verstärkte Einsatz von Hebeln und spekulative Aktivitäten könnten "weitere Episoden extremer Volatilität wie zu Beginn des Jahres 2026" bedeuten. Die Nachfrage privater chinesischer Investoren habe weiterhin einen "erheblichen Einfluss auf die Preise".
Für Anleger bedeutet dies: Der Goldmarkt bleibt anfällig für plötzliche Kursschwankungen. Die Kombination aus spekulativem Verhalten in China und der Beteiligung westlicher Investoren schafft ein volatiles Umfeld, das sowohl Chancen als auch erhebliche Risiken birgt.


