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Canola-Futures unter Druck: Rohöl-Einbruch zieht Agrarrohstoffe mit

Sinkende Rohölpreise belasten Canola-Futures an der ICE – Juli-Kontrakt verliert 7,90 Dollar auf 749,80 Dollar pro Tonne.

Canola-Futures unter Druck: Rohöl-Einbruch zieht Agrarrohstoffe mit

Die Canola-Futures an der ICE schlossen am Mittwoch deutlich schwächer. Ausschlaggebend war ein spürbarer Rückgang der Rohölpreise, der energiebezogene Rohstoffe und Pflanzenöle gleichermaßen unter Druck setzte. Der meistgehandelte Juli-Kontrakt für Canola verlor 7,90 Dollar und schloss bei 749,80 Dollar pro Tonne. Der November-Kontrakt sank um 4,70 Dollar auf 758,90 Dollar.

Der Rückgang bei Rohöl war maßgeblich durch eine Entspannung der geopolitischen Lage im Persischen Golf und in der Straße von Hormus ausgelöst worden. Mehrere Supertanker hatten das Gebiet verlassen, was die Marktteilnehmer als Signal einer nachlassenden Anspannung werteten. Die Nordseesorte Brent gab daraufhin deutlich nach.

Enger Zusammenhang zwischen Rohöl und Pflanzenölen

Der enge Preiszusammenhang zwischen Rohöl und Canola ist kein Zufall. Canola und andere Pflanzenöle werden als wichtige Rohstoffe für die Biokraftstoffproduktion eingesetzt. Sinkt der Rohölpreis, verringert sich die wirtschaftliche Attraktivität von Biokraftstoffen als Alternative zu fossilem Treibstoff – und damit auch die Nachfrage nach den entsprechenden Pflanzenölen.

Dieser Mechanismus zeigte sich am Mittwoch deutlich in der gesamten Pflanzenölbranche. Sojaöl an der Chicagoer Terminbörse CBOT verlor 1,03 Prozent. Sojabohnen gaben ebenfalls nach und verbilligten sich um 0,81 Prozent. Auch die Raps-Futures an der Euronext blieben nicht verschont und schlossen 0,33 Prozent tiefer.

Breite Schwäche bei Agrarrohstoffen

Für deutsche Anleger und Marktteilnehmer ist der Raps-Futures-Markt an der Euronext besonders relevant, da Europa einer der größten Produzenten und Verbraucher von Raps weltweit ist. Raps wird hierzulande vor allem zur Herstellung von Rapsöl und Biodiesel genutzt. Die Kursbewegungen an der ICE und der CBOT wirken sich daher regelmäßig auch auf die europäischen Notierungen aus.

Die Entwicklung vom Mittwoch verdeutlicht einmal mehr, wie stark Agrarrohstoffe mit den Energiemärkten verknüpft sind. Schwankungen beim Rohölpreis – ausgelöst durch geopolitische Ereignisse wie Spannungen in der Straße von Hormus – können sich rasch auf scheinbar unabhängige Märkte wie Canola oder Sojaöl übertragen. Anleger, die in Agrarrohstoffe investieren, sollten daher stets auch die Entwicklungen auf den Energiemärkten im Blick behalten.

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