Cannerald: Cannabis-Investment in der Schweiz gerät ins Wanken
Pflanzenbesitzer berichten von einem beunruhigenden Videocall mit dem Cannerald-Chef im Dezember 2025.

Erik Fischer hat in zehn Cannabispflanzen investiert – über das Schweizer Unternehmen Cannerald, das Privatanlegern ermöglicht, direkt an Cannabispflanzen beteiligt zu sein. Regelmäßige Video-Updates sollten die Investoren über den Zustand ihrer Pflanzen informieren und Vertrauen schaffen. Doch ein Treffen im Dezember 2025 verlief ganz anders als gewohnt.
Fischer beschreibt die Stimmung in jenem Call als spürbar angespannt. Der Cannerald-Chef habe regelrecht verzweifelt gewirkt – ein deutlicher Kontrast zu den sonst sachlichen und optimistischen Updates. Für Fischer und andere Pflanzenbesitzer war das ein alarmierendes Signal.
Ungewöhnliches Geschäftsmodell mit Risiken
Cannerald vermarktet sein Angebot als alternative Investitionsmöglichkeit: Anleger erwerben Anteile an echten Cannabispflanzen und sollen an den Erträgen beteiligt werden. Das Modell richtet sich vor allem an Privatinvestoren, die vom boomenden Cannabis-Markt profitieren wollen, ohne Aktien zu kaufen.
Solche Direktbeteiligungsmodelle sind regulatorisch anspruchsvoll und für Anleger schwer zu überprüfen. Im Gegensatz zu börsennotierten Cannabis-Unternehmen – etwa aus Kanada oder den USA – unterliegen sie keiner strengen Berichtspflicht gegenüber einer Aufsichtsbehörde. Das macht eine unabhängige Kontrolle für Privatanleger nahezu unmöglich.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseWie sich die Situation bei Cannerald weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Für Investoren wie Erik Fischer steht jedoch fest: Die Zeichen stehen derzeit nicht auf Ernte.


