Cannabis-Umsätze in den USA enttäuschen im März 2026
Trotz nominalem Monatswachstum sanken die tagesbereinigten Cannabis-Verkäufe in 15 US-Bundesstaaten um 3,8 Prozent.

Der US-amerikanische Cannabis-Markt hat im März 2026 gemischte Signale gesendet. Laut aktuellen Daten des Marktforschungsunternehmens BDSA stiegen die Gesamtumsätze in 15 erfassten Bundesstaaten zwar nominell um 6,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bereinigt man diesen Wert jedoch um die höhere Anzahl an Verkaufstagen im März, ergibt sich auf Tagesbasis ein Rückgang von 3,8 Prozent – ein deutliches Warnsignal für die Branche.
In absoluten Zahlen schätzt BDSA die Gesamtumsätze der 15 Märkte im März auf rund 2,14 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem moderaten Wachstum von lediglich 1,6 Prozent – ein Wert, der angesichts der anhaltenden Marktexpansion in mehreren Bundesstaaten als enttäuschend gilt.
Westliche Märkte unter Druck
In den westlichen Bundesstaaten – Arizona, Kalifornien, Colorado, Nevada und Oregon – war das Bild besonders trüb. Im Jahresvergleich verzeichneten vier der fünf Bundesstaaten ein negatives Wachstum. Zudem sank in jedem dieser Märkte das tagesbereinigte Wachstum gegenüber dem Vormonat. Die westlichen Cannabis-Märkte gelten als reife Märkte, in denen Preisdruck und intensiver Wettbewerb das Wachstum strukturell bremsen.
Diese Entwicklung ist kein neues Phänomen: Staaten wie Kalifornien und Oregon kämpfen seit Jahren mit einem Überangebot an Produkten, sinkenden Preisen und dem anhaltenden Wettbewerb durch den illegalen Markt. Die Zahlen vom März bestätigen diesen langfristigen Trend.
Östliche Märkte: Ohio glänzt, Florida enttäuscht
Im Osten der USA zeigt sich ein differenzierteres Bild. Unter den zehn von BDSA erfassten östlichen Märkten – Florida, Illinois, Maryland, Massachusetts, Michigan, Missouri, New Jersey, New York, Ohio und Pennsylvania – reichte das Jahreswachstum von minus 6,8 Prozent in Florida bis zu plus 32,7 Prozent in Ohio.
Ohio profitiert dabei von einem strukturellen Wachstumstreiber: Der Bundesstaat hat im August den Verkauf von Cannabis für Erwachsene (sogenannter „Adult-Use") freigegeben, was die Umsätze deutlich ankurbelt. Solche Marktöffnungen gelten als wichtigste Wachstumskatalysatoren im US-Cannabis-Sektor.
Florida hingegen enttäuscht trotz eines dichten Netzes an Verkaufsstellen und hoher Absatzmengen. Analysten hatten bereits zuvor vor einer möglichen Verlangsamung gewarnt, die auf wachsenden Wettbewerbsdruck zurückzuführen ist. Florida und Pennsylvania sind dabei als reine Märkte für medizinisches Cannabis eingestuft – ein weiterer Faktor, der das Wachstumspotenzial begrenzt.
Insgesamt war das sequentielle tagesbereinigte Wachstum in sieben der zehn östlichen Märkte rückläufig. Das Jahreswachstum war in fünf Märkten negativ, und nur zwei Bundesstaaten verzeichneten einen starken Anstieg.
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Zur AktienanalyseGemischtes Gesamtbild für den US-Cannabis-Markt
Die März-Daten zeichnen ein insgesamt verhaltenes Bild für den US-Cannabis-Sektor. Während einzelne Märkte wie Ohio durch die Legalisierung für Erwachsene dynamisch wachsen, kämpfen etablierte Märkte im Westen und medizinische Märkte wie Florida mit Stagnation oder Rückgängen.
Für Investoren und Marktbeobachter bleibt die Entwicklung der Legalisierungswelle in weiteren Bundesstaaten der entscheidende Faktor. Neue Adult-Use-Märkte sind derzeit der wichtigste Wachstumsmotor in einer Branche, die in reifen Märkten zunehmend unter Druck gerät. Die nächsten Monate werden zeigen, ob es sich bei den März-Zahlen um eine saisonale Delle oder einen anhaltenden Trend handelt.


