Cannabis-Umfrage: Rückhalt für Trumps Drogenpolitik unter Konsumenten schwindet
Eine neue Umfrage zeigt sinkende Zustimmung von Cannabiskonsumenten zu Trumps Cannabis-Politik – Mehrheit zweifelt an Umstufung 2025.

Die Unterstützung von Cannabiskonsumenten für die Maßnahmen der Trump-Regierung in Bezug auf Cannabis ist merklich gesunken. Das zeigt die jüngste vierteljährliche Umfrage zur Präsidentenzustimmung, die gemeinsam von NuggMD und Marijuana Moment durchgeführt wurde. Die Ergebnisse markieren einen deutlichen Stimmungswandel seit den ersten Ankündigungen des US-Justizministeriums, die Neueinstufung von Cannabis voranzutreiben.
Laut der aktuellen Erhebung befürworten noch 48 Prozent der befragten Cannabiskonsumenten die Maßnahmen der Trump-Regierung in Bezug auf Cannabis – entweder mit „befürworten" oder „stark befürworten". Demgegenüber lehnen 13 Prozent die Politik der Regierung in diesem Bereich ab. Der größte Anteil der Befragten – 40 Prozent – gibt an, keine Meinung zu haben oder neutral zu sein.
Rückgang der Zustimmung seit erster Ankündigung
Die aktuellen Zahlen stellen laut Umfrage einen deutlichen Rückgang gegenüber früheren Erhebungen dar. Seit der ersten Ankündigung des Justizministeriums, die Neueinstufung der Droge voranzutreiben, hat die Unterstützung unter Cannabiskonsumenten spürbar nachgelassen. Die Umfrage wird quartalsweise durchgeführt und bildet damit die Entwicklung der Stimmungslage über die Zeit ab.
Für deutsche Leser ist der Hintergrund wichtig: In den USA wird Cannabis derzeit als Substanz der Kategorie I („Schedule I") eingestuft – gleichauf mit Heroin und als gefährlicher als Kokain oder Methamphetamin eingestuft. Eine Herabstufung in Kategorie III würde die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Cannabisbranche grundlegend verändern und gilt als eines der meistdiskutierten regulatorischen Themen im US-amerikanischen Drogenrecht.
Mehrheit glaubt nicht an Umstufung in diesem Jahr
Neben der gesunkenen Zustimmung zur Trump-Politik zeigt die Umfrage auch, dass die Mehrheit der Cannabiskonsumenten nicht daran glaubt, dass eine offizielle Umstufung von Cannabis noch in diesem Jahr erfolgen wird. Dies spiegelt eine wachsende Skepsis gegenüber dem tatsächlichen Reformtempo der Regierung wider – trotz der öffentlichkeitswirksamen Ankündigungen des Justizministeriums.
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Zur AktienanalyseDie Umfrage von NuggMD und Marijuana Moment richtet sich gezielt an Cannabiskonsumenten und liefert damit ein spezifisches Stimmungsbild einer Bevölkerungsgruppe, die von der Drogenpolitik direkt betroffen ist. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung der USA, geben jedoch Aufschluss darüber, wie die betroffene Community die politischen Entwicklungen bewertet.
Für Investoren im Cannabis-Sektor sind solche Stimmungsumfragen durchaus relevant: Die Erwartung einer baldigen Neueinstufung hatte zuletzt die Kurse zahlreicher US-amerikanischer Cannabisunternehmen beeinflusst. Schwindet der Glaube an eine zeitnahe Reform, kann dies auch Auswirkungen auf die Bewertungen börsennotierter Cannabis-Aktien haben.


