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Canary Wharf Group verkauft SocGen-Bürogebäude für 625 Millionen Pfund

Die Canary Wharf Group veräußert das Bürogebäude 1-5 Bank Street an Brookfield und die Qatar Investment Authority.

Canary Wharf Group verkauft SocGen-Bürogebäude für 625 Millionen Pfund

Die Canary Wharf Group hat ein von der Société Générale genutztes Bürogebäude im Londoner Finanzviertel für 625 Millionen Britische Pfund verkauft. Käufer sind Tochtergesellschaften von Brookfield und der Qatar Investment Authority – beides Investoren, die bereits an der Canary Wharf Group beteiligt sind. Das Objekt trägt die Adresse 1-5 Bank Street und wird neben der französischen Großbank auch von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) genutzt.

Im Zuge der Transaktion tilgte die Canary Wharf Group vorrangige Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 450 Millionen Britischen Pfund, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Der Deal ist ein bedeutendes Signal für den Londoner Büroimmobilienmarkt, der sich in einem insgesamt schwierigen Umfeld befindet. Zuletzt hatte ein Zinssprung im Jahr 2022 die Bewertungen gedrückt und das Investoreninteresse am Bürosektor merklich abgekühlt.

Londoner Büromarkt zeigt erste Erholungszeichen

Der Verkauf reiht sich in eine Reihe größerer Transaktionen im Londoner Osten ein. Erst kürzlich hatte die Barclays Bank ihren nahegelegenen Hauptsitz am One Churchill Place für 750 Millionen Britische Pfund erworben, um sich langfristige Kostensicherheit zu sichern. Dennoch bleibt das Gesamtbild des europäischen Büroimmobilienmarktes verhalten: Investitionen verliefen in den vergangenen Jahren trotz der Aussicht auf starkes Mietwachstum schleppend.

Die Branche setzt nun auf ein Comeback, das durch starke Vermietungszahlen und eine sinkende Flächenverfügbarkeit in ganz London angetrieben werden soll. Als Beispiel für die anhaltende Zurückhaltung gilt der Verkauf des als „Cargo" bekannten Gebäudes in Canary Wharf durch Blackstone: Dieser Prozess wurde laut einem FT-Bericht vom Mai pausiert, da das Unternehmen auf ein günstigeres Marktumfeld wartet.

Canary Wharf Group mit deutlichem Gewinnsprung

Das Gesamtportfolio der Canary Wharf Group wies zum 30. Juni 2026 einen Wert von 5,8 Milliarden Britischen Pfund auf. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Bewertung – ohne Berücksichtigung der Barclays-Transaktion – um rund 120 Millionen Britische Pfund. Allein die Bürogebäude, die nicht zum Verkauf stehen, legten um 74 Millionen Britische Pfund zu, was die Gruppe „hauptsächlich auf die starke Vermietungsaktivität und verbesserte Marktbedingungen" zurückführt.

Dieser Bewertungsanstieg wirkte sich spürbar auf das Ergebnis aus: Der Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr kletterte auf 176 Millionen Britische Pfund, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 33 Millionen Britischen Pfund zu Buche gestanden hatte. Das entspricht einer bemerkenswerten Trendwende innerhalb von nur zwölf Monaten.

Zusätzlichen Rückenwind erhält der Standort durch die jüngste Entscheidung des Beratungsunternehmens PwC: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gab im vergangenen Monat bekannt, Canary Wharf als neuen Standort für ihr britisches Zentrum gewählt zu haben. Geplant ist die Anmietung von rund 350.000 Quadratfuß, während der bisherige Hauptsitz renoviert wird. Solche Großvermietungen stärken das Vertrauen in den Standort und könnten weitere Investoren anziehen.

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