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Canada Nickel erhält Bundesgenehmigung für Crawford-Nickelmine in Ontario

Ottawa erteilt grünes Licht für den Bau der geplanten Crawford-Polymetallmine – ein historischer Meilenstein für Kanadas Bergbausektor.

Canada Nickel erhält Bundesgenehmigung für Crawford-Nickelmine in Ontario

Canada Nickel (TSXV: CNC; US-OTC: CNIKF) hat die Bundesgenehmigung für den Bau der Crawford-Polymetallmine in Ontario erhalten. Umweltministerin Julie Dabrusin traf eine positive Entscheidung für das Projekt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Es ist das erste Mal, dass ein Bergbauprojekt unter Kanadas Impact Assessment Act seit dessen Änderung im Jahr 2019 genehmigt wurde.

Die Genehmigung ebnet den Weg für eine Bauentscheidung im Jahr 2027. Die Teams von Canada Nickel werden nun das detaillierte Engineering, die Projektfinanzierung sowie die verbleibenden provinziellen und bundesstaatlichen Genehmigungen vorantreiben, die vor dem geplanten Baubeginn erforderlich sind.

„Die heutige Entscheidung erkennt die strategische Bedeutung einer verantwortungsvollen Erschließung der kritischen Mineralressourcen Kanadas in Partnerschaft mit allen Regierungsebenen und den indigenen Völkern an, während gleichzeitig strenge Umweltstandards eingehalten werden", sagte Mark Selby, CEO von Canada Nickel. Der Manager betonte zudem, dass sein Team die Bundesgenehmigung in nur vier Jahren abgeschlossen und Crawford in weniger als sieben Jahren vom fünften Bohrloch über die Machbarkeitsstudie bis zu diesem Meilenstein vorangebracht habe – wesentlich schneller als bei vergleichbaren Großprojekten üblich.

Weltgrößter Nickel-Sulfid-Betrieb der westlichen Welt

Crawford liegt etwa 40 Kilometer nördlich von Timmins in Ontario und soll laut Canada Nickel der weltweit größte Nickel-Sulfid-Betrieb der westlichen Welt werden. Darüber hinaus soll die Mine Nordamerikas einzige Primärquelle für Chrom werden. Die Nickelreserven des Projekts stehen weltweit an zweiter Stelle – nur der russische Bergbaukomplex Norilsk verfügt über größere Vorkommen.

Laut einer Machbarkeitsstudie vom Oktober 2023 belaufen sich die Baukosten über zwei Phasen auf 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 4,9 Milliarden Kanadische Dollar). Über eine Betriebsdauer von mindestens 41 Jahren soll die Mine 1,6 Millionen Tonnen Nickel, 58 Millionen Tonnen Eisen und 2,8 Millionen Tonnen Chrom sowie Kobalt, Palladium und Platin produzieren. Canada Nickel beziffert den geschätzten Nettobarwert nach Steuern auf 2,8 Milliarden US-Dollar bei einem internen Zinsfuß nach Steuern von 17,6 Prozent.

Auch Energieminister Tim Hodgson äußerte sich positiv: Die Genehmigung sei „ein Beweis für das Engagement unserer Regierung, Projekte zu genehmigen und unsere Genehmigungsprozesse so zu rationalisieren, dass strenge Umweltstandards und der Respekt für die Rechte der indigenen Völker gewahrt bleiben." Kanada wolle damit eine „Supermacht für kritische Mineralien" werden und die Souveränität der Lieferketten für alle Kanadier stärken.

Milliardenschweres Finanzierungspaket noch nicht vollständig

Trotz des regulatorischen Meilensteins steht Canada Nickel noch vor der Aufgabe, ein vollständiges Finanzierungspaket zu schnüren. Bislang hat das Unternehmen Zusagen in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar gesichert. Dazu zählen 500 Millionen US-Dollar an Fremdkapital von Export Development Canada, weitere 500 Millionen Kanadische Dollar von einem nicht genannten führenden kanadischen Finanzinstitut sowie rund 600 Millionen US-Dollar in Steuergutschriften im Zusammenhang mit kritischen Mineralien und Kohlenstoffabscheidung.

Hinzu kommt eine Optionsvereinbarung mit dem südkoreanischen Batteriegiganten Samsung SDI, der eine Beteiligung von 10 Prozent für 100 Millionen US-Dollar erwerben könnte. Die Beteiligung eines globalen Batterieherstellers unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für die Elektromobilitätsindustrie.

Beschleunigtes Genehmigungsverfahren und Klimavorteile

Ottawa hatte das Projekt Ende 2025 an sein Büro für Großprojekte (Major Projects Office) verwiesen, um die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Ontario nahm Crawford Anfang 2026 in seinen „One Project, One Process" (1P1P) Fast-Track-Rahmen auf. Im Januar 2026 war Crawford erst das zweite Projekt, das im Rahmen dieses Modells vorangetrieben wurde. Mit dieser Beschleunigung hofft Ontario, dass der Bau noch bis Ende des Jahres beginnen kann, was eine Mineneröffnung bis zum vierten Quartal 2028 ermöglichen würde.

Crawford hebt sich auch durch seine erklärten niedrigen CO2-Emissionen hervor. Das Projekt sieht ein Verfahren zur Karbonisierung der Rückstände vor: Eine konzentrierte CO2-Quelle wird in die Rückstände in der Mühle injiziert, wodurch der Kohlenstoff geologisch gebunden wird, noch während er sich im Verarbeitungskreislauf befindet. Auf diese Weise könnten jährlich 1,5 Millionen Tonnen Kohlenstoff abgeschieden und gespeichert werden.

Die Genehmigung fällt in eine Zeit, in der die Regierung von Premierminister Mark Carney strategische Ressourcenprojekte angesichts anhaltender Handelsspannungen mit den USA und eines wachsenden Fokus auf die Sicherung inländischer Lieferketten kritischer Mineralien beschleunigt vorantreibt. Nickel bleibt für die Edelstahlproduktion und für Batterien in Elektrofahrzeugen unverzichtbar. Indonesiens dominante Stellung im globalen Nickelangebot hat das Interesse an der Erschließung neuer westlicher Quellen zusätzlich verstärkt. Die weltweite Nachfrage nach Nickel soll sich bis 2030 auf rund 5 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppeln.

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