Camping-Boom 2025: Rekord bei Übernachtungen und steigenden Preisen
Deutschland verzeichnet mit 44,7 Millionen Campingübernachtungen einen historischen Höchststand – Preise ziehen kräftig an.

Der Camping-Trend in Deutschland kennt offenbar keine Grenzen: Im Jahr 2025 wurden auf deutschen Campingplätzen insgesamt 44,7 Millionen Gästeübernachtungen registriert – ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und gleichzeitig ein neuer Allzeitrekord. Das meldet das Statistische Bundesamt. Damit entfiel rund jede elfte Übernachtung der insgesamt 497,4 Millionen gezählten Gästeübernachtungen auf einen Campingplatz.
Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 liegt das Ergebnis sogar um fast ein Viertel höher. Die Statistiker betonen: Abgesehen von den pandemiebedingten Einbrüchen 2020 und 2021 ist die Zahl der Campingübernachtungen seit Jahren nahezu ununterbrochen gestiegen. Binnen zwei Jahrzehnten hat sie sich mehr als verdoppelt.
Ostseeküste bleibt Top-Destination
Die beliebteste Campingregion Deutschlands ist unangefochten die Ostseeküste. Schleswig-Holstein verzeichnete 3,4 Millionen Übernachtungen, Mecklenburg-Vorpommern 3,1 Millionen. Dahinter folgen der Schwarzwald mit 2,6 Millionen und die niedersächsische Nordseeküste mit 2,0 Millionen Übernachtungen. Ausländische Gäste zieht es besonders in die grenznahen Regionen im Südwesten des Landes.
Fachleute führen die anhaltend hohe Nachfrage auf Deutschlands gut ausgebaute Infrastruktur, das hohe Sicherheitsniveau und die landschaftliche Vielfalt zurück. Allerdings stoßen beliebte Regionen wie die Ostseeküste oder der Schwarzwald zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen – ein strukturelles Problem, das weiteres Wachstum bremsen könnte.
Preise steigen deutlich schneller als Inflation
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Zur AktienanalyseDie hohe Nachfrage schlägt sich unmittelbar in den Preisen nieder. Übernachtungen auf Wohnmobilstellplätzen kosteten 2025 laut Statistischem Bundesamt satte 32,2 Prozent mehr als im Pandemie-Basisjahr 2020. Campingplatzgebühren verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 28,7 Prozent.
Zum Vergleich: Über alle Unterkunftsarten hinweg stiegen die Übernachtungspreise um 26,9 Prozent, während die allgemeine Verbraucherpreisinflation bei 21,9 Prozent lag. Camping ist damit teurer geworden als das Wohnen im Durchschnitt – für Anleger, die Freizeitinfrastruktur und Tourismusaktien im Blick haben, ein relevantes Signal für die Preissetzungsmacht der Branche.


