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Cadence und Nvidia kooperieren bei KI-Entwicklung für Robotik

Die Partnerschaft soll Roboter schneller trainieren und den Chipdesign-Prozess durch neue KI-Agenten revolutionieren.

Cadence und Nvidia kooperieren bei KI-Entwicklung für Robotik

Cadence, einer der führenden Anbieter von Software für das Design hochentwickelter Computerchips, und Nvidia haben eine weitreichende Zusammenarbeit im Bereich der Robotik-KI bekanntgegeben. Im Mittelpunkt steht die Integration von Cadence-Physics-Engines in Nvidias KI-Modelle, die speziell für das Training von Robotern in Computersimulationen entwickelt wurden. Nvidia-CEO Jensen Huang unterstrich die Bedeutung der Partnerschaft auf einer von Cadence veranstalteten Konferenz in Santa Clara, Kalifornien: „Wir arbeiten mit Ihnen in allen Bereichen der Robotersysteme zusammen."

Physics-Engines sind Softwarekomponenten, die das Verhalten und das Zusammenspiel realer Materialien und physikalischer Kräfte präzise vorhersagen. Sie spielen eine zentrale Rolle beim Training von Robotern in virtuellen Umgebungen, da reale Trainingsszenarien deutlich zeitaufwendiger und kostspieliger sind. Das Training innerhalb von Simulationen kann zwar schneller ablaufen als in der realen Welt, doch die dafür benötigten hochwertigen Trainingsdaten sind nicht ohne Weiteres verfügbar – sie müssen erst durch spezialisierte Software wie die Physics-Engines von Cadence generiert werden.

Qualität der Trainingsdaten entscheidend

Das erklärte Ziel der Kooperation ist es, die Zeitspanne zu verkürzen, die Roboter benötigen, um nützliche Aufgaben auszuführen. Cadence-CEO Anirudh Devgan betonte dabei die Bedeutung der Datenqualität: „Je genauer die generierten Trainingsdaten sind, desto besser wird das Modell sein." Damit rückt die Präzision der Physics-Simulationen in den Mittelpunkt des gemeinsamen Entwicklungsansatzes.

Der Markt reagierte positiv auf die Ankündigung: Die Aktien von Cadence stiegen um mehr als 4 Prozent. Das Unternehmen gilt als wichtiger Zulieferer in der Halbleiterindustrie und profitiert zunehmend von der wachsenden Nachfrage nach KI-gestützten Designwerkzeugen.

Neuer KI-Agent für das Chipdesign

Parallel zur Robotik-Kooperation gab Cadence am selben Tag die Einführung eines neuen KI-Agenten bekannt, der Aufgaben menschlicher Ingenieure im Chipdesign übernehmen soll. Bereits Anfang des Jahres hatte das Unternehmen einen Agenten vorgestellt, der die frühen Phasen des Chipdesigns abdeckt – jene Phase, in der die Schaltung eines Chips in einer codeähnlichen Sprache entworfen wird.

Der neue Agent ergänzt diesen Ansatz und übernimmt die späteren Phasen des Designprozesses, in denen die Schaltung als physisches Layout auf einem Siliziumchip angelegt wird. Damit deckt Cadence nun den gesamten Designzyklus mit KI-Unterstützung ab. Das System wird zudem auf der Google Cloud von Alphabet verfügbar sein, was die Reichweite und Zugänglichkeit der Lösung deutlich erweitert.

Devgan fasste die übergeordnete Strategie des Unternehmens prägnant zusammen: „Wir helfen beim Aufbau von KI-Systemen, und diese KI-Systeme können dann wiederum helfen, den Designprozess zu verbessern." Cadence positioniert sich damit sowohl als Enabler der KI-Industrie als auch als direkter Nutznießer der KI-Transformation im eigenen Kerngeschäft.

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