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Bytedance stimmt Verkauf von Tiktok USA zu

Oracle führt neues Investorenkonsortium und übernimmt zentrale Kontrollfunktionen

Bytedance stimmt Verkauf von Tiktok USA zu

Bytedance, der chinesische Mutterkonzern der Videoplattform Tiktok, hat dem Verkauf seines US-Geschäfts an ein Investorenkonsortium unter Führung des Cloud-Anbieters Oracle zugestimmt. Diese Entscheidung ebnet den Weg für eine grundlegende Neuordnung der Eigentums- und Kontrollstruktur von Tiktok in den Vereinigten Staaten. Die Einigung wurde konzernintern von Tiktok-Chef Shou Chew kommuniziert und stellt einen wichtigen Schritt zur Beilegung eines seit Jahren andauernden politischen und regulatorischen Konflikts dar.

Vorgesehen ist die Ausgliederung der US-Vermögenswerte von Tiktok in ein neues Gemeinschaftsunternehmen. An diesem sollen Oracle, der Finanzinvestor Silver Lake sowie der saudi-arabische Technologieinvestor MGX gemeinsam knapp die Hälfte der Anteile halten. Rund 20 Prozent verbleiben bei Bytedance, während etwa ein Drittel auf bestehende internationale Investoren entfällt. Das neue Unternehmen soll überwiegend von US-Investoren kontrolliert werden und eigenständig operieren.

Nach der geplanten Finalisierung der Transaktion wird das Gemeinschaftsunternehmen zentrale Aufgaben wie Datenschutz, Inhaltsmoderation und die Sicherheit der Empfehlungsalgorithmen eigenverantwortlich übernehmen. Die Leitung soll ein siebenköpfiger Vorstand mit amerikanischer Mehrheit übernehmen. Ziel dieser Struktur ist es, Bedenken auszuräumen, wonach chinesische Behörden über Bytedance Zugriff auf sensible Nutzerdaten in den USA erhalten könnten.

Die Umsetzung des Deals steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen, insbesondere durch chinesische Behörden. Zudem bleiben Details zur künftigen Rolle von Bytedance umstritten. Berichten zufolge soll der Konzern weiterhin an den Gewinnen des US-Geschäfts beteiligt sein und seine Technologie an das neue Unternehmen lizenzieren. Diese Konstruktion hatte in den USA Kritik ausgelöst, da Teile der Politik eine vollständige Trennung von Bytedance gefordert hatten.

Der Verkauf ist auch vor dem Hintergrund gesetzlicher Vorgaben zu sehen, nach denen Tiktok in den USA hätte verboten werden müssen, falls keine Abspaltung vom chinesischen Eigentümer erfolgt. Die Fristen für eine Einigung waren mehrfach verlängert worden, um Verhandlungen zu ermöglichen. Parallel dazu setzte Tiktok seine Geschäftstätigkeit fort und investierte weiter in neue Angebote wie Live-Shopping-Formate, wodurch die Plattform ihre Marktposition in den Vereinigten Staaten weiter ausbaute.

Mit der nun vereinbarten Lösung rückt die langfristige Präsenz von Tiktok auf dem US-Markt näher. Gleichzeitig bleibt offen, wie sich die neue Eigentümerstruktur auf die technologische Entwicklung und die strategische Ausrichtung der Plattform auswirken wird.

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