BYD präsentiert neue Blade-Batterie mit ultraschneller Ladetechnologie
Der chinesische E-Auto-Riese BYD stellt sein erstes bedeutendes Batterie-Upgrade seit sechs Jahren vor.

BYD hat am Donnerstag in Shenzhen die zweite Generation seiner Blade-Batterie vorgestellt. Das Upgrade ist das erste bedeutende Batterie-Update des chinesischen Elektroautoherstellers seit sechs Jahren. BYD-Chef Wang Chuanfu präsentierte die neue Technologie als entscheidenden Schritt, um im hart umkämpften chinesischen Inlandsmarkt wieder Boden gutzumachen.
Die neue Blade-Batterie überzeugt vor allem mit ihrer Ladegeschwindigkeit: In weniger als 12 Minuten lädt sie von 20 auf 97 Prozent – selbst bei Temperaturen von minus 20 Grad Celsius. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber vielen Wettbewerbern, die bei Kälte mit deutlichen Leistungseinbußen kämpfen. Zusätzlich ermöglicht die höhere Energiedichte eine Reichweite von bis zu 777 Kilometern.
Technologiesprung als Antwort auf den Absatzeinbruch
BYD reagiert mit dem Batterie-Upgrade auf einen spürbaren Rückgang der Verkaufszahlen im chinesischen Heimatmarkt. Der Wettbewerb unter chinesischen E-Auto-Herstellern ist zuletzt massiv gestiegen, angetrieben durch Preiskämpfe und rasante technologische Entwicklungen. Konkurrenten wie CATL als Batterielieferant und Fahrzeughersteller wie Nio oder Xiaomi setzen BYD zunehmend unter Druck.
Die verbesserte Batterie mit höherer Energiedichte soll unter anderem BYDs Premium-Modell Denza Z9 aufwerten. Das Denza-Segment positioniert BYD im gehobenen Fahrzeugsegment und steht im direkten Wettbewerb mit internationalen Premiummarken. Eine größere Reichweite und schnelleres Laden sind dabei zentrale Kaufargumente für chinesische Käufer.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger und Automobilbeobachter ist die Entwicklung besonders relevant: BYD expandiert aggressiv auch in Europa und Deutschland. Die verbesserte Batterietechnologie könnte künftig auch in Fahrzeugen landen, die hierzulande angeboten werden. Damit erhöht BYD den Druck auf etablierte Hersteller wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz, die ebenfalls an leistungsfähigeren Batterielösungen arbeiten.


