BYD erreicht Ziel und überholt Tesla
Chinesischer Hersteller wächst weltweit trotz härterem Wettbewerb

Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat im Jahr 2025 weltweit 4,6 Millionen Fahrzeuge verkauft und damit sein angepasstes Absatzziel erreicht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 7,7 Prozent. Mit diesem Ergebnis dürfte BYD den US-Konkurrenten Tesla erstmals als größten Hersteller von Elektroautos weltweit überholt haben. Das Wachstum speiste sich dabei sowohl aus dem Heimatmarkt als auch aus einer zunehmenden internationalen Präsenz.
Der chinesische Automarkt bleibt jedoch von Unsicherheiten geprägt. Die Regierung in Peking fährt staatliche Kaufanreize für Elektrofahrzeuge schrittweise zurück, während gleichzeitig eine Vielzahl neuer Modelle auf den Markt drängt. Der Preisdruck nimmt dadurch weiter zu. Zusätzlich erschweren Handelshemmnisse und regulatorische Vorgaben die Expansionspläne chinesischer Hersteller im Ausland und belasten auch die strategische Planung von BYD.
Im Inland sieht sich der Konzern einer wachsenden Konkurrenz ausgesetzt. Hersteller wie Geely und Xiaomi erhöhen mit neuen Modellen und aggressiver Preisgestaltung den Druck. Konzernchef Wang Chuanfu erklärte auf einem Investorentreffen Anfang Dezember, dass sich der technologische Vorsprung von BYD gegenüber Wettbewerbern verringert habe. Dies wirke sich spürbar auf die Inlandsverkäufe aus. Zugleich verwies er auf neue technologische Entwicklungen und die Arbeit eines Entwicklerteams mit rund 120.000 Ingenieuren.
Stärker entwickelte sich zuletzt das Auslandsgeschäft. Die Auslieferungen außerhalb Chinas stiegen 2025 auf 1,05 Millionen Fahrzeuge. Für das Jahr 2026 plant BYD laut einem Bericht der Citigroup eine weitere Steigerung auf 1,5 bis 1,6 Millionen Einheiten. Damit soll der internationale Anteil am Gesamtabsatz deutlich wachsen.
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Zur AktienanalyseParallel dazu steht das Unternehmen unter Beobachtung der chinesischen Behörden. Nach zwei Quartalen mit rückläufigen Gewinnen rückt BYD in den Fokus der Bemühungen, den stark fragmentierten E-Auto-Sektor zu konsolidieren. Dabei gehen die Aufsichtsbehörden unter anderem gegen aggressive Rabattstrategien vor. Analysten sehen BYD dennoch vergleichsweise gut positioniert. Nach von Bloomberg zusammengetragenen Schätzungen könnte der Absatz 2026 auf 5,3 Millionen Fahrzeuge steigen, während Tesla zuletzt unter Produktionsumstellungen und dem Wegfall von Kaufprämien litt.


