BVB plant Dividendenausschüttung nach Pandemie
Herausforderungen und Chancen: Aktienkursentwicklung und Zukunftsvisionen des Borussia Dortmund Vereins

Borussia Dortmund plant, nach der finanziellen Durststrecke, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurde, im nächsten Jahr wieder Dividenden an die Aktionäre auszuschütten. Dies verkündete Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei der Hauptversammlung der Aktionäre, die in der Westfalenhalle stattfand. Während der Pandemie hatte der Fußballverein Verluste in Höhe von etwa 150 Millionen Euro verzeichnet und die Dividenden gestrichen. Doch im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte der BVB erstmals wieder einen Gewinn von knapp 10 Millionen Euro verzeichnen. "Jetzt ist wieder Normalität eingekehrt", betonte Watzke, und verwies dabei auf das stets ausverkaufte Stadion.
Trotz des finanziellen Aufschwungs zeigte sich Watzke jedoch besorgt über den aktuellen Aktienkurs des Vereins. Dieser liegt derzeit bei rund 3,60 Euro, während er vor der Pandemie über 9 Euro erreichte. "Der bedrückt mich ehrlich gesagt", gestand Watzke vor den Aktionären. Er wies darauf hin, dass große Banken den BVB zwischen 1,25 und 1,5 Milliarden Euro bewerten, während der aktuelle Börsenkurs den Verein nur mit 400 Millionen Euro bewertet.
Hans-Joachim Watzke sieht die Beliebtheit der Bundesliga, die fortschreitende Digitalisierung und den Frauenfußball als Wachstumstreiber für die kommenden Jahre. Insbesondere sprach er sich erneut für die Auslandsvermarktung der Bundesliga durch einen Investor aus. Dabei betonte er, dass der potenzielle Partner keinen Einfluss auf sportliche Fragen oder Anstoßzeiten haben werde. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL), deren Aufsichtsratschef Watzke ist, sucht nach einem Partner, der die Auslandsvermarktung unterstützen kann. Über eine strategische Vermarktungspartnerschaft soll im Rahmen der DFL-Mitgliederversammlung am 11. Dezember entschieden werden, nachdem ähnliche Pläne im Mai bereits gescheitert waren. Allerdings stößt dieses Vorhaben in der aktiven Fanszene auf Kritik.
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Zur AktienanalyseFür Hans-Joachim Watzke war das Saisonfinale im Mai 2023, bei dem Borussia Dortmund die Meisterschaft am letzten Spieltag verspielte, eine enorme Enttäuschung und markierte eine Zäsur in seiner Amtszeit als Geschäftsführer. Trotz dieser sportlichen Rückschläge ist der Verein finanziell auf dem Weg der Besserung und strebt an, die Aktionäre im kommenden Jahr an seinem Erfolg teilhaben zu lassen. Die Entwicklung des Aktienkurses wird jedoch weiterhin aufmerksam verfolgt.


