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Burger King verdrängt Wendy's vom zweiten Platz in den USA

Nach sechs Jahren holt sich Burger King den zweiten Rang unter den US-Burgerketten zurück – dank eines erfolgreichen Turnarounds.

Burger King verdrängt Wendy's vom zweiten Platz in den USA

Burger King ist gemessen am systemweiten Umsatz wieder die zweitgrößte Burgerkette in den USA. Die Kette hat Wendy's vom zweiten Platz verdrängt und sich damit sechs Jahre nach dem Verlust dieser Position die Krone zurückgeholt. McDonald's behauptet weiterhin mit großem Vorsprung die Spitzenposition im amerikanischen Burgermarkt.

Der Positionswechsel ist das Ergebnis einer deutlich auseinandergehenden Entwicklung beider Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren. Wendy's meldete für sechs aufeinanderfolgende Quartale schrumpfende Same-Store Sales in den USA – also Umsätze auf vergleichbarer Fläche. Im jüngsten Quartal sanken die inländischen Same-Store Sales sogar um 7%.

Burger King hingegen verzeichnete in den letzten fünf Quartalen steigende inländische Same-Store Sales. Die zum Konzern Restaurant Brands International gehörende Kette meldete für das zweite Quartal ein US-Wachstum der Same-Store Sales von beeindruckenden 8,5%.

Der Turnaround-Plan von Burger King

Ende 2022 kündigte Restaurant Brands nach einem Jahr mit schwachen Verkaufszahlen einen umfassenden Turnaround-Plan für das US-Geschäft von Burger King an. Die Strategie konzentrierte sich auf drei Kernbereiche: die Verbesserung der Lebensmittelqualität, verstärkte Investitionen in das Marketing sowie die Modernisierung der Restaurants. Diese Maßnahmen zeigen nun offensichtlich Wirkung.

Zum Vergleich der Marktanteile: Laut Barclays hielt McDonald's im Jahr 2024 etwa 48% des US-Burgermarktes. Wendy's kam zu diesem Zeitpunkt auf einen Marktanteil von 11,4%, während Burger King einen Anteil von 10% hielt. Trotz des Positionswechsels liegen beide Herausforderer also noch eng beieinander.

Wendy's hatte Burger King ursprünglich durch den Erfolg seiner landesweiten Einführung des Frühstücksangebots überholt. Doch die Behauptung des zweiten Platzes erwies sich als schwieriger Weg. Beide Ketten mussten die Covid-19-Pandemie und die darauf folgenden Lieferkettenprobleme bewältigen, die zu stark steigenden Lebensmittelkosten führten. Hinzu kamen die Ablehnung höherer Menüpreise durch die Verbraucher und ein allgemeiner Rückgang der Ausgaben für Restaurantbesuche.

Führungschaos bei Wendy's

Während Burger King seinen Turnaround vorantrieb, hatte Wendy's zusätzlich mit einem häufigen Wechsel an der Konzernspitze zu kämpfen. Im Jahr 2024 ging der langjährige CEO Todd Penegor nach acht Jahren im Amt in den Ruhestand. Sein Nachfolger Kirk Tanner, zuvor bei PepsiCo tätig, verließ das Unternehmen jedoch nach etwas mehr als einem Jahr, um die Leitung von Hershey's zu übernehmen. Finanzvorstand Ken Cook übernahm daraufhin interimistisch den CEO-Posten.

Im Mai berief Wendy's schließlich den ehemaligen Potbelly-CEO Bob Wright als dauerhaften Nachfolger. Wright sprach in der jüngsten Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen Klartext: „Unsere Differenzierung über die Qualität ist erodiert, unser Wertversprechen hat sich abgeschwächt, und wir haben nicht durchgängig das Erlebnis geboten, das die Kunden von Wendy's erwarten." Er fügte hinzu: „Diese Probleme haben die Kundenfrequenz belastet und Druck auf das wirtschaftliche Modell der Restaurants ausgeübt, das das Herzstück dieses Geschäfts ist."

Nun plant Wendy's einen eigenen Turnaround, um die Umsätze wieder anzukurbeln. Das bedeutet, dass sich Burger King nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen kann. Der Kampf um den zweiten Platz im hart umkämpften US-Burgermarkt ist damit noch längst nicht entschieden.

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