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Bundesregierung fördert private E-Ladeinfrastruktur

Mit 500 Millionen Euro Gesamtvolumen sollen Ladestationen, Photovoltaikanlagen und Speicher unterstützt werden.

Bundesregierung fördert private E-Ladeinfrastruktur

Die Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm für die private Ladeinfrastruktur von Elektroautos vorgestellt. Das Programm, das ein Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro umfasst, soll den Ausbau von Ladestationen, Photovoltaikanlagen und Speichern in privaten Wohngebäuden fördern. Die maximale Förderhöhe beträgt 10.200 Euro für diejenigen, die ihr E-Auto zusätzlich zum sogenannten bidirektionalen Laden verwenden. Das bedeutet, dass der Akku des Fahrzeugs nicht nur zum Fahren, sondern auch zur Stromspeicherung genutzt und Überschüsse entweder ins Netz zurückgespeist oder für das eigene Haus verwendet werden können.

Das Programm kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Akzeptanz von E-Autos in Deutschland steigt, aber immer noch hinter den Erwartungen zurückbleibt. Im August waren 20 Prozent der neu angemeldeten Kraftfahrzeuge Elektroautos. Dennoch bleibt der Benziner das beliebteste Fahrzeug der Deutschen, hauptsächlich aufgrund von Bedenken bezüglich der Ladeinfrastruktur und der höheren Anschaffungskosten für E-Autos.

Die Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. So müssen alle drei Technologien – Ladestation, Photovoltaikanlage und Speicher – zusammen und neu gekauft werden. Einzelne Bereiche können nicht gefördert werden. Zudem muss der Strom aus der Photovoltaikanlage vorrangig zum Laden des Fahrzeugs verwendet werden. Verkehrsminister Volker Wissing betonte im ARD-Interview die Bedeutung der kombinierten Förderung: "Sie setzt einen Anreiz zur Nutzung der E-Mobilität und gleichzeitig auch zur Beteiligung an der dezentralen Energieerzeugung."

Kritik kommt jedoch vom Automobilclub von Deutschland (AvD). Der Club begrüßt die Förderung grundsätzlich, bemängelt aber, dass die Hürden für das Programm hoch seien. "Das werden nur Privatleute mit entsprechenden Grundstücken und entsprechenden Flächen hinbekommen", sagte AvD-Sprecher Herbert Engelmohr. Mieter von Stadtwohnungen würden leer ausgehen.

Das Verkehrsministerium erwartet eine hohe fünfstellige Zahl an Anträgen und plant, das Programm über den Klima- und Transformationsfonds zu finanzieren. Die Anträge können ab dem 26. September über die staatliche Förderbank KfW eingereicht werden. Experten schätzen, dass durch das Förderprogramm etwa ein Viertel der Gesamtinvestition aus Fördermitteln bestritten werden könnte. Damit soll die Benutzung von E-Autos in Deutschland attraktiver gemacht und die schlechte Klimabilanz des Verkehrssektors verbessert werden.

Energiepolitik

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