Bundesregierung beendet Inflationsbremse
Unterstützende Maßnahmen erweisen sich als erfolgreich, weitere Treffen nicht geplant

Die Bundesregierung hat die "konzertierte Aktion" zur Bekämpfung der Inflation vorerst beendet. Ein für März geplantes Treffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften wurde abgesagt. Die Bundesregierung sieht die bisherigen Erfolge der Maßnahmen als Grund für das Aussetzen der Konferenz. Die Inflationsausgleichsprämie wurde bei vielen Tarifabschlüssen genutzt und die Strom- und Gaspreisbremse ist in Kraft. Die Wirtschaft stabilisiert sich, was die Regierung als gute Nachrichten bewertet.
Die "konzertierte Aktion" wurde im vergangenen Jahr von Bundeskanzler Scholz gestartet. Das Ziel war, Arbeitgeber, Gewerkschaften, Wissenschaft und Bundesregierung an einen Tisch zu holen und gemeinsam Vorschläge zur Dämpfung der Belastungen durch die stark steigenden Preise zu erarbeiten. Insgesamt fanden drei Treffen statt, das letzte im Oktober 2022.
Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung mit einer Inflation von sechs Prozent. Im vergangenen Jahr betrug die Teuerungsrate 7,9 Prozent. Obwohl die Inflationsrate in den letzten Monaten leicht zurückging, bleibt sie weiterhin hoch. Die Verbraucherpreise sind im Januar um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseEs bleibt abzuwarten, ob die "konzertierte Aktion" reaktiviert wird, sollte sich die Inflation weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen. Es ist jedoch unklar, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen, um die Inflation nachhaltig zu senken. Einige Experten fordern daher weitere Maßnahmen wie etwa eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank.


