Bundesnetzagentur will Mietern die Heizungen runterdrehen
Heizkosten im vergangenen Winter im Schnitt um 15 Prozent gestiegen

Um Gas und Geld zu sparen, sollten Anreize für deutsche Haushalte geschaffen werden, weniger Energie zum Heizen zu verbrauchen, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA), Klaus Müller, der Rheinischen Post. Derzeit sind Vermieter in Deutschland gesetzlich verpflichtet, während der Heizperiode eine Mindestraumtemperatur von 20 bis 22°C zu gewährleisten.
Die Regierung könnte sich dafür entscheiden, diese Mindestanforderung für einen begrenzten Zeitraum zu senken, um sicherzustellen, dass die Haushalte im nächsten Winter Energie sparen, wenn die ohnehin schon schwindenden russischen Lieferungen zusammen mit den noch nicht vertraglich vereinbarten Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus anderen Ländern weiter zurückgehen werden. "Wir sind mit der Politik im Gespräch", sagte Müller.
Er rechnet mit weiteren Gaspreiserhöhungen, die für die Haushalte zu hohen Nachzahlungen führen werden. Um auch die Unternehmen zum Gassparen zu bewegen, schlägt Müller Prämien für diejenigen vor, die weniger verbrauchen und freiwillig auf Gas verzichten.
Schon vor dem Einmarsch Russlands in der Ukraine waren die Preise für fossiles Gas, mit dem die meisten deutschen Haushalte heizen, gestiegen, so dass die Heizkosten im vergangenen Winter im Schnitt um 15 Prozent gestiegen sind, wie der Internetdienst Verivox berichtet. Und das, obwohl die Zeit von September bis April eine der wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen war, was bedeutet, dass ein typisches Einfamilienhaus 5 Prozent weniger Heizenergie verbrauchte als im Jahr zuvor, schätzt Verivox.
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Zur AktienanalyseWirtschaftsminister Robert Habeck sagte, die Ankündigung des staatlichen russischen Gasversorgers Gazprom, die Gaslieferungen nach Deutschland wegen technischer Störungen zu reduzieren, sei lediglich ein Vorwand für die "politische Entscheidung", die Preise in die Höhe zu treiben.


