Buffett reduziert Risiko und baut neue Positionen auf
Wie der Star-Investor sein Portfolio diversifiziert und Barreserven auf Rekordhöhe bringt

Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren der Geschichte, setzt weiterhin auf eine vorsichtige Anpassung seines Portfolios. Im dritten Quartal nahm der 94-jährige Star-Investor mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway umfangreiche Änderungen vor, die nun von der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlicht wurden. Ziel dieser Maßnahmen war es, das Portfolio breiter aufzustellen und das Risiko zu senken. Dabei trennte sich Buffett von signifikanten Anteilen an langjährigen Kernpositionen und fügte gleichzeitig neue Werte hinzu.
Apple, bislang mit Abstand die größte Position im Portfolio, wurde erneut reduziert. Innerhalb eines Jahres verkaufte Buffett 67 Prozent der Apple-Anteile, wodurch die Gewichtung des Unternehmens im Portfolio von 51 auf 26 Prozent sank. Gleichzeitig verringerte er seinen Anteil an der Bank of America um knapp 23 Prozent. Während die Gewichtung von American Express konstant blieb, stieg deren Anteil durch Kursgewinne. Diese Umstrukturierung hat das Risiko des Portfolios nach Meinung von Experten deutlich gesenkt.
Neben den Kürzungen bei den großen Positionen verkaufte Buffett auch Beteiligungen an kleineren Unternehmen. So beendete er das Investment in Floor & Decor und reduzierte seine Anteile an Ulta Beauty um 96 Prozent. Auch bei Charter Communication trennte er sich von 26 Prozent seiner Beteiligung. Diese Verkäufe spiegeln eine generelle Straffung des Portfolios wider, das nun 37 Titel umfasst.
Trotz der umfangreichen Verkäufe wurden zwei neue Werte aufgenommen: Domino’s Pizza und Pool Corporation. Die Investition in Domino’s Pizza, mit einem Volumen von 550 Millionen Dollar, führte nachbörslich zu einem Kursanstieg von acht Prozent. Die Position bei Pool Corporation ist mit einem Wert von 152 Millionen Dollar vergleichsweise klein. Darüber hinaus baute Buffett seinen Anteil am Satellitenradiosender Sirius XM auf 31 Prozent aus, wodurch Berkshire zum größten Einzelaktionär wurde. Die Abonnementsstruktur von Sirius XM passt gut zu Buffetts Strategie, da sie unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen ist.
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Zur AktienanalyseInsgesamt überstiegen die Verkäufe die Käufe deutlich. Dadurch erreichten die Barreserven von Berkshire Hathaway einen neuen Rekordwert von 325,2 Milliarden Dollar. Dieses Kapital investiert Buffett größtenteils in kurzlaufende US-Staatsanleihen, die derzeit eine attraktive Rendite von über 4,5 Prozent bieten. Laut Buffett wird das Geld jedoch nur in neue Investments fließen, wenn das Risiko als minimal und die Erfolgsaussichten als hoch eingeschätzt werden.


