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Britisches Pfund stabil vor Bank of England Zinsentscheid

Sterling hält sich bei 1,37 Dollar – Notenbank lässt Leitzins voraussichtlich unverändert

Britisches Pfund stabil vor Bank of England Zinsentscheid

Das Britische Pfund zeigt sich vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) am Donnerstag stabil. Der Sterling notiert aktuell bei 1,3672 US-Dollar und konnte im bisherigen Jahresverlauf bereits um 1,4 Prozent zulegen. Die positive Entwicklung wird durch robuste Wirtschaftsdaten aus Großbritannien gestützt.

Marktteilnehmer rechnen damit, dass die britische Notenbank die Leitzinsen bei der anstehenden Sitzung bei 3,75 Prozent belassen wird. Zinssenkungen werden erst für spätere Termine im Jahr erwartet. Lee Hardman, Devisenanalyst bei der japanischen Bank MUFG, geht davon aus, dass die BoE wahrscheinlich bis Mai mit weiteren Zinssenkungen warten wird.

Die verzögerten Erwartungen hinsichtlich geldpolitischer Lockerungen stützen das Pfund und helfen der Währung, sich gegenüber anderen wichtigen Devisen zu behaupten. Ende Januar hatte der Sterling mit 1,3867 Dollar sogar ein Mehrjahreshoch erreicht.

Inflation über G7-Durchschnitt

Die britische Inflationsrate stieg im Dezember überraschend auf 3,4 Prozent an – der höchste Wert unter den G7-Staaten. Die Bank of England prognostiziert jedoch, dass die Teuerung bis etwa Mitte des Jahres wieder das Zielniveau von 2 Prozent erreichen wird. Diese Aussicht gibt der Notenbank Spielraum für eine abwartende Haltung.

Robuste Wirtschaftsdaten untermauern die Stärke des Pfunds. Die BIP-Zahlen für November fielen besser aus als erwartet, während die Einzelhandelsumsätze im Dezember und die Geschäftsaktivität im Januar ebenfalls positiv überraschten. Diese Entwicklungen haben das Pfund sowohl gegenüber dem Dollar als auch dem Euro gestützt.

US-Dollar durch Fed-Personalie gestützt

Der Euro notiert aktuell bei 86,29 Pence und verzeichnet im Jahresverlauf einen leichten Rückgang von etwa 1 Prozent gegenüber dem Sterling. Der US-Dollar erhielt zuletzt Unterstützung durch die Nominierung von Kevin Warsh als künftigen Chef der Federal Reserve. Händler erwarten von Warsh eine zurückhaltendere Zinssenkungspolitik als von anderen Kandidaten.

Bis Mitte bis Ende Februar werden kaum größere britische Wirtschaftsdaten erwartet. Erst dann stehen wieder wichtige Veröffentlichungen zu Wachstum, Beschäftigung und Inflation an, die neue Impulse für das Pfund liefern könnten. Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun voll auf die Zinsentscheidung der Bank of England am Donnerstag.

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