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Britisches Pfund gibt vor Fed- und BoE-Sitzungen nach

GBP/USD fällt leicht auf $1.3316, während der Dollar vor der FOMC-Entscheidung gefragt bleibt und geopolitische Spannungen nachlassen.

Britisches Pfund gibt vor Fed- und BoE-Sitzungen nach

Das Britische Pfund hat am Montag leicht nachgegeben und notierte gegenüber dem US-Dollar bei $1.3316 – ein Minus von 0,06 Prozent. Gleichzeitig behauptete der Euro seine Gewinne und stieg auf $1.1390, ein Plus von 0,19 Prozent. Die erhöhte Nachfrage nach dem Greenback im Vorfeld der FOMC-Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve dämpfte die allgemein risikofreudige Marktstimmung.

Diese risikofreudige Stimmung war zuvor durch eine Entspannung im Nahen Osten und einen deutlichen Rückgang der Ölpreise ausgelöst worden. Laut der Großbank ING ist die Ölsorte Brent auf rund 92 US-Dollar pro Barrel zurückgefallen. Als Grund werden Berichte genannt, wonach der Iran und der Oman über die Straße von Hormus verhandeln, sowie ein zweiter Tag in Folge ohne erneute Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten.

Ölpreise: Potenzial für weiteren Anstieg bleibt

Trotz der aktuellen Beruhigung warnen Marktbeobachter vor einem schnellen Stimmungsumschwung. Analysten merkten an, dass relativ wenig nötig wäre, um den Ölpreis wieder über 100 US-Dollar pro Barrel zu treiben. Bei einem erneuten Aufflammen geopolitischer Spannungen könnten die Preise laut Einschätzung der Broker sogar auf 120 US-Dollar steigen.

„In der vergangenen Woche gab der EUR/USD schließlich gegenüber seiner jüngsten Handelsspanne nach, da die Märkte die Eskalation im Nahen Osten ernster nahmen", sagte Francesco Pesole, Devisenstratege bei ING. Sofern die Kampfpause nicht von Dauer ist und die Verhandlungen nicht an Fahrt gewinnen, erwartet ING kurzfristig eine weitere Aufwertung des US-Dollars.

Fed-Sitzung am Mittwoch im Fokus

Das Hauptaugenmerk der Märkte liegt derzeit auf der Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch. Es wird allgemein erwartet, dass die Währungshüter die Zinsen stabil halten werden. Die Geldmärkte preisen derzeit eine Lockerung von lediglich 8 Basispunkten für diese Sitzung und insgesamt 41 Basispunkte bis zum Jahresende ein.

Als besonderes Risiko gilt die Abneigung von Fed-Chef Kevin Warsh gegenüber einer Forward Guidance – also konkreten Hinweisen auf künftige Zinsentscheidungen. Pesole zufolge könnte dies „vorsorgliche USD-Käufe vor der Ankündigung begünstigen" und damit den Dollar kurzfristig weiter stützen. Ergänzend dazu wird am Donnerstag der BIP-Bericht für das zweite Quartal erwartet, der ein annualisiertes Wachstum von 2,1 Prozent zeigen soll – unverändert gegenüber dem ersten Quartal. Für den Kern-PCE im Juni wird ein Anstieg von 0,2 Prozent im Monatsvergleich prognostiziert.

Bank of England: Zinsentscheid am Donnerstag

Auch für das Britische Pfund steht eine wichtige Weichenstellung bevor. Die Bank of England (BoE) trifft am Donnerstag ihre Zinsentscheidung. Es wird erwartet, dass die Zinsen mit einer Mehrheit von 7 zu 2 Stimmen bei 3,75 Prozent belassen werden. Möglicherweise schließt sich Catherine Mann den Ratsmitgliedern Huw Pill und Megan Greene an und stimmt für eine Zinserhöhung.

Der aktuelle Rückgang des Pfunds sei laut ING nicht auf schwache britische Fundamentaldaten zurückzuführen, sondern auf die breitere Dollarnachfrage vor der Fed-Sitzung. Pesole sieht beim Währungspaar EUR/GBP weiteres Aufwärtspotenzial: „Unserer Ansicht nach hat die Erholung von EUR/GBP – der nun 1% über dem Tiefstand vom 15. Juli von 0,8455 liegt – noch weiteres Potenzial", so der ING-Stratege. Bewertungsmodelle stuften das Paar weiterhin als günstig ein.

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