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Britischer Einzelhandel: Umsätze sinken weniger als erwartet im Februar

Trotz wachsender Unsicherheit durch den Iran-Krieg fiel der Rückgang im britischen Einzelhandel moderater aus als prognostiziert.

Britischer Einzelhandel: Umsätze sinken weniger als erwartet im Februar

Die britischen Einzelhandelsumsätze sind im Februar 2026 um 0,4 Prozent gesunken – und damit deutlich weniger stark als von Ökonomen erwartet. Das Office for National Statistics (ONS) veröffentlichte die Daten am Freitag. Analysten, die von Reuters befragt worden waren, hatten einen monatlichen Rückgang des Absatzvolumens von 0,7 Prozent prognostiziert.

Die Zahlen spiegeln jedoch noch nicht die vollen Auswirkungen des Iran-Krieges wider, der die Verbraucherstimmung auf der Insel erheblich belastet. Die US-israelischen Angriffe auf den Iran haben die Ölpreise um rund 50 Prozent in die Höhe getrieben – mit spürbaren Folgen für Haushalte und Unternehmen gleichermaßen.

Verbraucherstimmung auf tiefstem Stand seit April 2025

Die renommierte GfK-Umfrage zur britischen Verbraucherstimmung – die am längsten laufende Erhebung dieser Art im Vereinigten Königreich – zeigte, dass das Konsumklima auf den niedrigsten Stand seit April 2025 gefallen ist. Damals hatten steigende Nebenkosten die britischen Haushalte stark belastet. Das Ausmaß des aktuellen Stimmungseinbruchs variiert je nach Umfrage.

Große britische Einzelhändler reagieren mit Vorsicht auf die eingetrübten Aussichten. Kaufhausgruppe John Lewis, der B&Q-Eigentümer Kingfisher sowie der Bekleidungshändler Next erklärten zwar, bislang keine direkten Umsatzauswirkungen durch den Iran-Krieg festgestellt zu haben. Dennoch bleibt die Stimmung in der Branche gedämpft.

Next warnt vor möglichen Preiserhöhungen

Besonders aufhorchen ließ eine Warnung von Next: Sollten die kriegsbedingten Störungen länger als drei Monate anhalten, wäre das Unternehmen gezwungen, gestiegene Betriebskosten durch Preiserhöhungen an die Verbraucher weiterzugeben. Dies könnte die Kaufkraft britischer Konsumenten zusätzlich unter Druck setzen.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung auf dem britischen Markt ein wichtiger Indikator – schließlich gilt Großbritannien als einer der bedeutendsten Handelspartner Deutschlands. Steigende Energiepreise und sinkende Konsumlaune in Großbritannien könnten auch Rückwirkungen auf exportorientierte deutsche Unternehmen haben, die stark vom britischen Markt abhängig sind.

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