Britische Verbraucherstimmung erholt sich leicht
Die Verbraucherstimmung in Großbritannien hat sich im Januar auf den höchsten Stand seit August verbessert. Der GfK-Index stieg auf -16 Punkte, während die Sorgen um die Gesamtwirtschaft bestehen bleiben.

Die britischen Verbraucher zeigen sich optimistischer als noch vor einigen Monaten. Der Verbrauchervertrauensindex des Marktforschungsinstituts GfK kletterte im Januar um einen Punkt auf -16 und erreichte damit den höchsten Wert seit August 2024. Ökonomen hatten genau diesen Wert erwartet.
Persönliche Finanzen im Fokus
Die Verbesserung der Stimmung ist vor allem auf eine positivere Einschätzung der persönlichen Finanzlage zurückzuführen. Der Index für die erwarteten Veränderungen der persönlichen Finanzen im kommenden Jahr stieg um vier Punkte auf +6. "Die Verbraucher konzentrieren sich wieder auf das, was sie kontrollieren können – ihre eigenen Ausgaben und Ersparnisse", erklärte Neil Bellamy, Director of Consumer Insights bei GfK.
Wirtschaftsaussichten trüben sich ein
Trotz der verbesserten persönlichen Einschätzung bleiben die Sorgen um die britische Gesamtwirtschaft bestehen. Der Index zur Einschätzung der Wirtschaftsaussichten für die nächsten zwölf Monate sank um zwei Punkte auf -31. Drei von fünf Vertrauensindikatoren verschlechterten sich in diesem Monat. "Für viele Verbraucher beginnt die britische Wirtschaft, einem losgebundenen Boot zu ähneln, das langsam auf das offene Meer hinaustreibt", so Bellamy.
Herausforderndes Umfeld
Die britische Wirtschaft steht vor mehreren Herausforderungen. Das Wachstum verläuft schleppend, während die Inflation im vergangenen Monat zum ersten Mal seit Juli wieder gestiegen ist. Gleichzeitig kühlt sich das Lohnwachstum ab. Notenbank-Gouverneur Andrew Bailey zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Inflation im April oder Mai wieder nahe dem Zielwert von 2 Prozent liegen wird.
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Zur AktienanalyseEinzelhandel unter Druck
Für den Einzelhandel zeichnet sich ebenfalls ein schwieriges Bild ab. Offizielle Daten deuten auf einen Rückgang der monatlichen Einzelhandelsumsätze im Dezember um 0,1 Prozent hin. Die GfK-Umfrage basiert auf einer Befragung von 2.002 Personen zwischen dem 2. und 15. Januar. Der Index befand sich zuletzt vor zehn Jahren im positiven Bereich – kurz vor der Brexit-Abstimmung.


