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Britische Marine setzt auf KI-Drohne gegen russische U-Boote

Die Royal Navy nimmt den unbemannten Hubschrauber Proteus in Betrieb. Das 80-Millionen-Dollar-System soll NATO-Gewässer im Nordatlantik gegen russische Bedrohungen schützen.

Britische Marine setzt auf KI-Drohne gegen russische U-Boote

Die britische Marine hat einen hochmodernen unbemannten Hubschrauber zur U-Boot-Abwehr in Dienst gestellt. Der von Leonardo entwickelte Proteus absolvierte erfolgreich seine Testphase und soll künftig kritische Überwachungsaufgaben im Nordatlantik übernehmen.

80-Millionen-Dollar-Programm für NATO-Sicherheit

Das im Rahmen eines 60 Millionen Pfund (80,46 Millionen Dollar) teuren Programms entwickelte System markiert einen technologischen Durchbruch in der maritimen Luftfahrt. Proteus nutzt KI-gestützte Sensoren und Computersysteme, die es der Drohne ermöglichen, ihre Umgebung selbstständig zu interpretieren und Entscheidungen zu treffen.

Die Royal Navy bezeichnet das System als entscheidend für die Verteidigung Großbritanniens und der NATO-Verbündeten gegen "sich entwickelnde Bedrohungen" im Nordatlantik. Gemeint sind damit insbesondere russische Schiffe und U-Boote, die in den strategisch wichtigen Gewässern zwischen Grönland, Island und Großbritannien operieren.

Quantensprung in der maritimen Überwachung

"Proteus stellt einen Quantensprung in der Art und Weise dar, wie die maritime Luftfahrt Ausdauer, Anpassungsfähigkeit und Reichweite bieten kann", erklärte Nigel Colman, britischer Geschäftsführer von Leonardo Helicopters. Das System könne "langweilige, schmutzige und gefährliche Missionen in herausfordernden Umgebungen durchführen, ohne menschliche Bediener zu gefährden".

Der unbemannte Hubschrauber ist für drei Hauptaufgaben konzipiert: U-Boot-Abwehrkampf, Seepatrouillen und die Verfolgung von Unterwasserfahrzeugen. Damit ist Proteus deutlich größer und technologisch fortschrittlicher als die bereits eingesetzten kleineren Überwachungsdrohnen der Marine.

Europäische Aufrüstung nach Ukraine-Invasion

Die Indienststellung erfolgt vor dem Hintergrund massiv gestiegener Verteidigungsausgaben in Europa. Seit Russlands vollumfänglicher Invasion der Ukraine im Februar 2022 haben europäische Regierungen ihre Militärbudgets deutlich erhöht und planen den Ausbau ihrer Streitkräfte.

Auch das US-Interesse am Erwerb Grönlands dient teilweise dem Ziel, die Überwachungsfähigkeiten in den nordatlantischen Gewässern auszubauen. Russland weist die Behauptung zurück, Moskau und Peking stellten eine Bedrohung für Grönland dar, und bezeichnet dies als Mythos.

Mit Proteus verfügt die Royal Navy nun über ein hochmodernes Werkzeug zur Sicherung kritischer Seewege und zur Abwehr potenzieller Bedrohungen durch feindliche U-Boote im Nordatlantik.

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