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Britische Lebensversicherer: Gewinnmargen bei Pensionsübernahmen brechen ein

Zunehmender Wettbewerb und historisch niedrige Kredit-Spreads setzen den lukrativen Markt unter Druck.

Britische Lebensversicherer: Gewinnmargen bei Pensionsübernahmen brechen ein

Die größten britischen Lebensversicherungsgesellschaften stehen vor einer deutlichen Verlangsamung ihres Gewinnwachstums. Der Grund: Intensiver Wettbewerb und extrem niedrige Kredit-Spreads drücken die Margen im Geschäft mit Pensionsübernahmen. Die vertragliche Servicemarge (CSM), eine zentrale Kennzahl für künftige Gewinne aus Versicherungsverträgen, wird laut RBC Capital Markets bis 2028 nur noch um jährlich 1% wachsen – nach 5% zwischen 2022 und 2024.

Der Markt für Pensionsrisikotransfer (PRT), bei dem Versicherer betriebliche Pensionsverpflichtungen übernehmen, hat sich zu einem hart umkämpften Geschäftsfeld entwickelt. Im Jahr 2025 konkurrierten rekordverdächtige 11 Versicherer um Aufträge, während das Gesamtvolumen der Branche von 48 Milliarden Pfund im Jahr 2024 auf rund 40 Milliarden Pfund zurückging. Die Gewinnmargen bei neuen Deals haben sich auf etwa 2,5% verschlechtert, verglichen mit historischen Niveaus von über 3%.

Überkapazitäten belasten den Markt

Die Situation verschärft sich durch massive Überkapazitäten. Da drei PRT-Anbieter voraussichtlich neue Eigentümer finden werden, verfügen die Versicherer über eine erweiterte Kapazität von bis zu 70 Milliarden Pfund. Diese Summe übersteigt die höchste Branchenprognose für die Nachfrage von 55 Milliarden Pfund bei Weitem, wie der Berater LCP ermittelte.

Besonders hart trifft es Legal & General Group. RBC prognostiziert, dass die CSM des Unternehmens im Jahr 2025 um 5% unter den Konsensschätzungen liegen wird. Pensionsübertragungen werden bis 2029 mehr als die Hälfte des Kerngewinns beitragen. Die Aktien notieren aktuell bei 265,10 Pence, deutlich über dem RBC-Kursziel von 205 Pence.

Regulatorische Verschärfungen drohen

Zusätzlichen Druck übt die britische Bankenaufsichtsbehörde Prudential Regulation Authority (PRA) aus. Sie plant, die Kapitalanforderungen für Offshore-Rückversicherungspartner zu erhöhen – eine Aktualisierung ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Dies betrifft insbesondere in Großbritannien börsennotierte Versicherungsgesellschaften.

Die CSM-Prognosen von Aviva liegen 2% hinter dem Konsens, während M&G und Phoenix Group über ausgleichende Faktoren verfügen. Die operative Cashgenerierung von Phoenix Group wird voraussichtlich um 5% auf 1,47 Milliarden Pfund steigen, unterstützt durch wiederkehrende Managementmaßnahmen im Wert von 548 Millionen Pfund. Der bereinigte operative Gewinn von M&G wird auf 802 Millionen Pfund geschätzt – ein Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahr.

Konsolidierung als Ausweg?

Angesichts des anhaltenden Wettbewerbsdrucks deuteten RBC-Analysten eine mögliche Branchenkonsolidierung an. Der Zeitpunkt bleibt jedoch ungewiss, da die Unternehmen ihre Jahresergebnisse erst Ende März vorlegen werden. Die Analysten betonen: "Die Margenaussichten für den britischen Pensionsrisikotransfer bleiben herausfordernd, angetrieben durch neuen Wettbewerb, Anlagestrategien der Versicherer mit geringer Rendite und potenzielle regulatorische Eingriffe."

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