Britische Industrieaufträge: Rückgang verlangsamt sich
Die britischen Industrieaufträge sind im Januar zwar weiter gefallen, jedoch im langsamsten Tempo seit September. Gleichzeitig steigen die Preiserwartungen auf ein Dreijahreshoch.

Die britische Industrie bleibt unter Druck, zeigt aber erste Stabilisierungstendenzen. Laut der Confederation of British Industry (CBI) verbesserte sich der Auftragsbestands-Saldo im Januar leicht von -32 auf -30 Punkte. Dennoch liegt der Wert deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von -14.
Preisdruck erreicht Dreijahreshoch
Besorgniserregend entwickeln sich die Preiserwartungen: Der entsprechende Indikator sprang auf +29 Punkte – der höchste Stand seit Februar 2023. Damals kämpfte Großbritannien noch mit den Folgen des Energiepreisschocks nach Russlands Invasion in der Ukraine.
"Die Bedingungen für die Hersteller blieben extrem schwierig", erklärte Ben Jones, Senior Lead Economist bei der CBI. Der Kostendruck durch steigende Löhne, hohe Energiepreise und Steuern belaste die Margen erheblich und zwinge Unternehmen zu Preiserhöhungen – trotz gedämpfter Nachfrage.
Vorsichtiger Optimismus trotz Herausforderungen
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Zur AktienanalyseTrotz der schwierigen Rahmenbedingungen zeigen sich britische Hersteller zunehmend optimistisch. Der vierteljährliche Indikator für die Geschäftslage stieg in den drei Monaten bis Januar auf den höchsten Stand seit Juli 2024.
Für deutsche Anleger mit Engagements in britischen Industriewerten bleibt die Situation ambivalent: Während sich die Auftragslage stabilisiert, dürfte der anhaltende Kostendruck die Gewinnmargen belasten. Die steigenden Preiserwartungen könnten zudem die Wettbewerbsfähigkeit britischer Hersteller im internationalen Vergleich schwächen.


