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Britische Hypothekenzusagen fallen im Mai auf 18-Monats-Tief

Im Mai wurden nur 56.205 Hypotheken bewilligt – der niedrigste Wert seit Dezember 2023, wie die Bank of England meldet.

Britische Hypothekenzusagen fallen im Mai auf 18-Monats-Tief

Britische Kreditinstitute haben im Mai 2026 lediglich 56.205 Hypotheken für den Hauskauf bewilligt. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2023 und markiert einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vormonat. Die Daten stammen von der Bank of England und wurden am Montag veröffentlicht.

Der Rückgang fällt erheblich aus: Im April lag die Zahl der Hypothekenbewilligungen noch bei 66.034. Damit unterschreitet der Mai-Wert auch die mittlere Prognose der Ökonomen von 62.900 Bewilligungen deutlich. Der Einbruch signalisiert eine spürbare Abkühlung am britischen Immobilienmarkt.

Verbraucherkredit ebenfalls unter den Erwartungen

Auch bei der unbesicherten Nettokreditaufnahme der privaten Haushalte zeigt sich Schwäche. Im Mai stieg diese um 1,662 Milliarden Pfund (umgerechnet rund 2,19 Milliarden US-Dollar) – und verfehlte damit die Prognose von 1,8 Milliarden Pfund. Es handelt sich dabei um den geringsten Zuwachs seit Dezember 2025.

Als Hauptursachen für den Rückgang am Immobilienmarkt gelten höhere Hypothekenzinsen sowie ein sinkendes Verbrauchervertrauen. Beides hat laut den vorliegenden Daten zu fallenden Immobilienpreisen und einer geringeren Käufernachfrage geführt. Hinzu kommt der Beginn des Iran-Krieges, der das Verbrauchervertrauen zusätzlich belastet hat.

Bedeutung für den britischen Immobilienmarkt

Hypothekenzusagen gelten als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung des Immobilienmarktes. Ein Rückgang auf ein 18-Monats-Tief deutet darauf hin, dass sich die Kaufbereitschaft der Briten merklich abgeschwächt hat. Für Immobilienkäufer und Investoren ist dies ein Signal, dass der Markt unter erheblichem Druck steht.

Für deutsche Anleger, die britische Immobilienwerte oder entsprechende Fonds im Portfolio halten, sind diese Zahlen relevant. Sie zeigen, dass das Umfeld höherer Zinsen und geopolitischer Unsicherheiten auch auf dem britischen Markt deutliche Spuren hinterlässt – ähnlich wie in anderen europäischen Ländern. Die Entwicklung dürfte die Bank of England bei ihren künftigen geldpolitischen Entscheidungen beschäftigen.

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