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Bristol Myers Squibb: Ist die Dividende von 4,5 Prozent sicher?

Der Pharmariese bietet eine attraktive Dividendenrendite – doch auslaufende Patente werfen Fragen zur Nachhaltigkeit auf.

Bristol Myers Squibb: Ist die Dividende von 4,5 Prozent sicher?

Bristol Myers Squibb (BMY) lockt Anleger mit einer Dividendenrendite von 4,5 Prozent. Das liegt deutlich über den rund 1 Prozent, die der S&P 500 im Durchschnitt bietet, und übertrifft auch den Pharmasektor-Durchschnitt von 1,6 Prozent erheblich. Für einkommensorientierte Investoren klingt das verlockend – doch die entscheidende Frage lautet: Ist diese Dividende auch nachhaltig?

Bristol Myers Squibb ist kein Newcomer in der Pharmabranche. Das Unternehmen blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück und genießt hohes Ansehen in der Industrie. Bemerkenswert ist dabei der langfristige Dividendentrend: Zwar wurde die Ausschüttung nicht in jedem Jahr erhöht, der übergeordnete Trend zeigt jedoch seit Jahrzehnten nach oben. Das spricht für die Stärke des Unternehmens und das Bewusstsein des Vorstands für den Wert regelmäßiger Ausschüttungen.

Ausschüttungsquote von 72 Prozent – erhöht, aber nicht alarmierend

Ein zentraler Indikator für die Dividendensicherheit ist die Ausschüttungsquote. Bei Bristol Myers Squibb liegt sie derzeit bei rund 72 Prozent. Das ist zwar etwas erhöht, aber keineswegs außergewöhnlich hoch. Es verbleibt noch ein gewisser Puffer, bevor das Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten geraten würde. Dennoch sollten Anleger die Entwicklung dieser Kennzahl im Blick behalten.

Auf der Habenseite steht die solide Bilanz des Unternehmens. Bristol Myers Squibb verfügt über ein Investment-Grade-Kreditrating, was auf eine grundsätzlich gesunde Finanzlage hinweist. Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital ist zuletzt von 3,0x Ende 2024 auf aktuell 2,2x gesunken – ein positives Signal. Zudem beträgt der Zinsdeckungsgrad 6,3x, was dem Unternehmen reichlich Spielraum lässt, seinen Anleiheverpflichtungen nachzukommen. Im Notfall könnte Bristol Myers Squibb sogar zusätzliche Schulden aufnehmen, um Geschäft und Dividende zu stützen.

Patentausläufe als größtes Risiko für Anleger

Der wesentliche Risikofaktor liegt in den bevorstehenden Patentverlusten. Wichtige Medikamente wie Revlimid, Pomalyst und das gemeinsam mit Pfizer vermarktete Eliquis verlieren in den kommenden Jahren ihren Patentschutz. Damit öffnet sich der Markt für günstigere Generika-Konkurrenten, was erheblichen Druck auf Umsatz und Gewinn ausüben wird.

Zwar arbeitet Bristol Myers Squibb an neuen Medikamenten, um die wegfallenden Einnahmen zu ersetzen. Doch zeitliche Lücken zwischen Patentverlusten und dem Markterfolg neuer Produkte sind im Pharmasektor keine Seltenheit – sie sind vielmehr die Regel. In dieser Übergangsphase könnte die Ausschüttungsquote kurzfristig weiter ansteigen, was die Dividende unter Druck setzen würde.

Fazit: Solide für die meisten Anleger, aber nicht risikofrei

Wer absolute Sicherheit und keinerlei Unsicherheit in seinem Dividendenportfolio toleriert, für den ist Bristol Myers Squibb möglicherweise nicht die ideale Wahl. Für die Mehrheit der Dividendeninvestoren jedoch bieten die jahrzehntelange Unternehmensgeschichte, die solide – wenn auch erhöhte – Ausschüttungsquote und die starke Bilanz ausreichend Vertrauen. Die Dividende dürfte trotz des Gegenwinds durch auslaufende Patente stabil bleiben.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Bristol Myers Squibb ist kein risikofreies Investment, aber auch kein Hochrisikotitel. Anleger, die eine überdurchschnittliche Rendite mit einem etablierten Pharmaunternehmen verbinden möchten, finden hier eine durchaus vertretbare Option – sofern sie die Patentrisiken der kommenden Jahre einkalkulieren.

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