Brazilian Nickel erhält 19 Millionen Dollar für Piauí-Nickelprojekt
Die brasilianische Entwicklungsbank BNDES finanziert das Vorzeigeprojekt Piauí Nickel mit 19,2 Millionen US-Dollar.

Brazilian Nickel hat sich eine Finanzierung in Höhe von 19,2 Millionen US-Dollar von der brasilianischen Entwicklungsbank Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social (BNDES) gesichert. Die Mittel fließen an die Tochtergesellschaft Piauí Nickel Metais und dienen der Entwicklung des Vorzeigeprojekts Piauí Nickel. Das Unternehmen ist auf die Förderung und Verarbeitung von Nickel und Kobalt spezialisiert.
Der Geschäftsplan von Brazilian Nickel wurde im Rahmen der „Öffentlichen Ausschreibung für Investitionen in die Transformation strategischer Mineralien" ausgewählt. Diese Initiative wurde im Jahr 2025 gemeinsam von der BNDES und der brasilianischen Innovationsagentur ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, Projekte zu fördern, die Brasiliens Position in den globalen Lieferketten für kritische Mineralien stärken und zur Energiewende beitragen.
Verwendung der Mittel
Die Finanzierung deckt ein breites Spektrum an Investitionsgütern ab. Konkret unterstützt die Fazilität den Erwerb von:
- Maschinen und Ausrüstungen
- Industriesystemen und Komponenten
- Computer- und Automatisierungsgütern
- damit verbundenen Industriedienstleistungen
Darüber hinaus kann die Finanzierung auch für die Beschaffung importierter Ausrüstung genutzt werden, sofern keine vergleichbaren inländischen Alternativen verfügbar sind. Dies gibt Brazilian Nickel die nötige Flexibilität beim Aufbau der Produktionsanlagen.
Das Nickelprojekt Piauí baut Kapazitäten für hochreine Nickel- und Kobaltpräzipitate auf. Dazu zählt auch gemischtes Hydroxidpräzipitat (MHP), ein wichtiges Zwischenprodukt für die Herstellung von Nickelkomponenten in Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig bedient das Projekt etablierte Nickelanwendungen wie die Produktion von Edelstahl und anderen Legierungen.
Produktionsstart für 2028 geplant
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Zur AktienanalyseDer kommerzielle Produktionsstart des Projekts Piauí ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Nach Erreichen der vollen Kapazität soll die Mine durchschnittlich 27.000 Tonnen Nickel und 1.000 Tonnen Kobalt pro Jahr produzieren. Mit diesen Mengen positioniert sich Brazilian Nickel als bedeutender Akteur auf dem globalen Nickelmarkt.
Für deutsche Anleger und Industriebeobachter ist das Projekt aus mehreren Gründen relevant. Nickel und Kobalt gelten als kritische Rohstoffe für die Elektromobilität und die Energiewende – Bereiche, die auch in Deutschland und Europa strategisch von großer Bedeutung sind. Brasilien verfügt über erhebliche Vorkommen dieser Mineralien und baut seine Rolle als Lieferant gezielt aus. Die staatliche Unterstützung durch die BNDES unterstreicht den strategischen Stellenwert des Projekts für die brasilianische Industriepolitik.


