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Brasiliens Präsident Lula startet Strahlentherapie nach Hautkrebs-Diagnose

Der 80-jährige Staatschef unterzieht sich 15 präventiven Bestrahlungssitzungen nach Entfernung einer Basalzell-Läsion im April.

Brasiliens Präsident Lula startet Strahlentherapie nach Hautkrebs-Diagnose

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat eine präventive Strahlentherapie begonnen. Ärzte des Krankenhauses Sírio-Libanês sowie sein Büro bestätigten am Montag, dass bei dem 80-jährigen Staatschef Hautkrebs im Frühstadium diagnostiziert wurde. Bereits am 24. April war Lula eine Basalzell-Läsion entfernt worden.

„Es wurde beschlossen, eine ergänzende Behandlung mit präventiver, oberflächlicher Strahlentherapie auf der Kopfhaut durchzuführen", erklärten die behandelnden Ärzte in einer offiziellen medizinischen Mitteilung. Lula werde seine täglichen Aktivitäten dabei ohne Einschränkungen fortsetzen können, betonten die Mediziner.

Ein Sprecher des brasilianischen Präsidialamtes präzisierte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Läsion als „klein" eingestuft und als Krebs im Frühstadium diagnostiziert worden sei. Insgesamt werde sich Lula 15 Strahlentherapiesitzungen unterziehen, um weiteren Läsionen vorzubeugen.

Gesundheitliche Rückschläge häufen sich

Lula ist Brasiliens ältester amtierender Präsident und blickt auf eine bewegte Krankengeschichte zurück. Im Jahr 2011 wurde er bereits wegen Kehlkopfkrebs behandelt. Im Jahr 2024 musste er sich Notoperationen unterziehen, um Hirnblutungen zu behandeln und weiteren vorzubeugen.

Die aktuelle Diagnose stellt damit einen weiteren gesundheitlichen Rückschlag für den linksgerichteten Politiker dar. Dennoch betonen seine Ärzte, dass der Befund im Frühstadium erkannt wurde und die laufende Therapie rein präventiven Charakter hat.

Politischer Kontext: Kandidatur für vierte Amtszeit erwartet

Trotz seiner gesundheitlichen Herausforderungen wird Lula voraussichtlich im Oktober für eine vierte, nicht aufeinanderfolgende Amtszeit kandidieren. In mehreren Meinungsumfragen für eine potenzielle Stichwahl liegt er derzeit vor seinem rechtsgerichteten Herausforderer Flavio Bolsonaro.

Für deutsche Beobachter ist Lula vor allem als langjährige Symbolfigur der lateinamerikanischen Linken bekannt. Er regierte Brasilien bereits von 2003 bis 2010 und kehrte nach einer Verurteilung und späteren Rehabilitierung 2023 an die Macht zurück. Brasilien ist als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und wichtiger Handelspartner Deutschlands von erheblicher geopolitischer Bedeutung.

Die Basalzellkarzinom-Erkrankung, an der Lula leidet, gilt als häufigste Form von Hautkrebs. Sie ist in der Regel gut behandelbar, wenn sie – wie in diesem Fall – frühzeitig erkannt wird. Die präventive Strahlentherapie soll das Risiko weiterer Läsionen minimieren und ist ein in der Medizin etabliertes Verfahren bei dieser Krebsart.

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