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Brasilien will Anteil an kritischen Mineralien bis 2050 auf 12,2% steigern

Mit dem Nationalen Bergbauplan 2050 will Brasilien seinen globalen Marktanteil bei kritischen Mineralien deutlich ausbauen.

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Brasilien will Anteil an kritischen Mineralien bis 2050 auf 12,2% steigern

Brasilien präsentiert seinen Nationalen Bergbauplan 2050 und setzt damit ein klares Zeichen im globalen Wettbewerb um kritische Rohstoffe. Das Ministerium für Bergbau und Energie hat das Dokument ausgearbeitet und legt es dem Nationalen Rat für Bergbaupolitik vor. Zentrales Ziel ist es, den brasilianischen Anteil an der weltweiten Produktion kritischer Mineralien von derzeit 8,3 % auf 12,2 % bis zum Jahr 2050 zu steigern.

Der Plan bedarf laut Ministerium nicht der formellen Zustimmung des Rates. Die Regierung plant zudem, innerhalb von 180 Tagen einen detaillierteren Aktionsplan zu veröffentlichen, der konkrete Maßnahmen für die nächsten vier Jahre zur Umsetzung der Langzeitstrategie skizziert.

Schnellere Genehmigungen und weniger Importabhängigkeit

Neben dem Produktionsziel enthält der Plan weitere ambitionierte Vorhaben. So soll die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Bergbaugenehmigungen von derzeit 1.563 Tagen auf 780 Tage halbiert werden – eine Reform, die Investoren und Bergbauunternehmen erheblich entlasten würde.

Ein weiteres zentrales Ziel betrifft die Düngemittelversorgung des Landes. Brasilien, einer der weltgrößten Agrarproduzenten, ist derzeit zu 87,3 % auf importierte Phosphat- und Kalidüngemittel angewiesen. Dieser Anteil soll bis 2050 auf 34,9 % gesenkt werden – ein strategisch bedeutsamer Schritt zur Stärkung der Versorgungssicherheit im Agrarsektor.

Seltene Erden im Fokus globaler Handelsspannungen

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Seltenen Erden, die in Brasilien reichlich vorhanden sind und für fortschrittliche Technologien wie Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen und Halbleiter unverzichtbar sind. Diese Rohstoffe sind zuletzt verstärkt in den Fokus internationaler Handelsspannungen gerückt, nachdem China begonnen hat, deren Exporte zu beschränken.

Brasilien verfügt laut Daten des US Geological Survey aus dem Jahr 2026 über die weltweit zweitgrößten Reserven an Seltenen Erden – nach China. Dennoch entfällt auf das südamerikanische Land derzeit weniger als 1 % der globalen Produktion. Diese Diskrepanz zwischen vorhandenen Reserven und tatsächlicher Förderleistung verdeutlicht das enorme Potenzial, das der Nationale Bergbauplan 2050 heben soll.

Für internationale Investoren und Rohstoffmärkte ist die Ankündigung Brasiliens ein bedeutsames Signal. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach kritischen Mineralien für die Energiewende und die Digitalisierung könnte Brasilien in den kommenden Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Lieferanten weltweit aufsteigen – sofern die ambitionierten Pläne konsequent umgesetzt werden.

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