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BP verkauft US-Biogassparte und kehrt zu fossilen Brennstoffen zurück

Der britische Ölkonzern BP trennt sich von seiner Biogastochter Archaea und fokussiert sich wieder auf das Kerngeschäft mit Öl und Gas.

BP verkauft US-Biogassparte und kehrt zu fossilen Brennstoffen zurück

BP hat sein US-amerikanisches Biogasgeschäft zum Verkauf gestellt. Der britische Ölkonzern gab am Dienstag bekannt, die Tochtergesellschaft Archaea veräußern zu wollen – ein weiterer klarer Schritt in Richtung fossiler Brennstoffe und weg von erneuerbaren Energien.

Archaea hatte BP im Jahr 2022 für 4,1 Milliarden US-Dollar erworben. Damals setzte der Konzern auf eine wachsende Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen. Das Unternehmen wandelt Deponieabfälle in erneuerbares Erdgas um. Den Wert des Geschäfts hat BP inzwischen bereits abgeschrieben.

Strategische Neuausrichtung unter neuer Führung

Der Verkauf von Archaea ist Teil einer umfassenden strategischen Neuausrichtung bei BP. Der Aktienkurs und die Rentabilität des Konzerns sind in den vergangenen Jahren hinter jene der Wettbewerber zurückgefallen. Als wesentlicher Grund gilt der als unglücklich bewertete Vorstoß in den Bereich der grünen Energien.

Die neue Vorstandsvorsitzende Meg O'Neill hat die Richtung klar vorgegeben. „Wir müssen uns auf die Vermögenswerte konzentrieren, die das größte Potenzial für wettbewerbsfähige Renditen und langfristigen Wert bieten", erklärte sie in einer offiziellen Mitteilung. O'Neill betonte zudem, dass das Unternehmen sein Portfolio auf Basis von Wert vereinfachen werde – „nicht aufgrund von Sentimentalität oder Historie".

Rückkehr zum Kerngeschäft mit Öl und Gas

Mit dem Verkauf von Archaea signalisiert BP unmissverständlich, dass die Ära der ambitionierten Grünenergiewende beim Konzern vorerst beendet ist. Das Unternehmen will sich wieder stärker auf sein traditionelles Kerngeschäft mit Öl und Gas konzentrieren, um die Ertragslage nachhaltig zu verbessern.

Für deutsche Anleger ist dieser Schritt von besonderer Bedeutung: BP-Aktien werden auch an deutschen Börsen gehandelt, und die strategische Neuausrichtung dürfte die Bewertung des Konzerns maßgeblich beeinflussen. Die Aktie verzeichnete zuletzt einen Rückgang von 2,46 Prozent. Ob der Verkauf von Archaea und die Rückkehr zu fossilen Brennstoffen die erhoffte Trendwende bei Kurs und Rentabilität bringt, bleibt abzuwarten.

Der Fall BP zeigt exemplarisch die Herausforderungen, mit denen große Ölkonzerne bei der Energiewende konfrontiert sind. Zwischen dem Druck der Investoren nach kurzfristigen Renditen und den langfristigen Anforderungen der Energietransformation müssen die Unternehmen einen schwierigen Balanceakt vollziehen. BP hat sich nun klar auf die Seite der Rendite geschlagen – zumindest vorerst.

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