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BP und Jera starten globalen Windkraft-Riesen

Neue Ausrichtung: Fokus auf Kerngeschäft und internationale Windenergie-Partnerschaft

BP und Jera starten globalen Windkraft-Riesen

Der britische Energiekonzern BP hat bekanntgegeben, dass er sein Geschäft mit Offshore-Windkraft in ein neues Joint Venture mit dem japanischen Energieerzeuger Jera einbringt. Dieses Unternehmen, das den Namen Jera Nex BP tragen wird, soll einer der größten Anbieter von Windenergie weltweit werden. BP und Jera werden jeweils die Hälfte der Anteile halten, wie der Konzern in London mitteilte. Die Zusammenarbeit bündelt die Aktivitäten beider Partner und hat das Potenzial, bis zu 13 Gigawatt Energie zu erzeugen. Während Jera bereits bestehende Windparks in das Joint Venture einbringt, stellt BP geplante Projekte bereit. Bis 2030 will BP bis zu 3,25 Milliarden Dollar in das Vorhaben investieren, während Jera 2,55 Milliarden Dollar beisteuert.

Mit diesem Schritt folgt BP dem Beispiel von Shell, das sein Windkraftgeschäft in der Nordsee kürzlich mit dem norwegischen Staatskonzern Equinor zusammengelegt hat. Beide britischen Energiekonzerne setzen damit auf eine strategische Neuausrichtung, die eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft mit Öl und Gas vorsieht. Die Entwicklung steht im Einklang mit der Aussage von BP-Chef Murray Auchincloss, der betonte, dass das Unternehmen mit Jera seine Stärken in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum bündeln wolle.

Die Gründung des Joint Ventures markiert einen deutlichen Kurswechsel für BP, das ursprünglich zu den führenden Unternehmen im Bereich der Windenergie gehören wollte. Das Ziel, die eigene Öl- und Gasproduktion bis 2030 im Vergleich zu 2019 um 25 Prozent zu senken, scheint nun infrage gestellt zu sein. Bereits zuvor hatte BP sein Windkraftgeschäft in den USA verkauft, was die schrittweise Abkehr von den ehrgeizigen Plänen im Bereich der erneuerbaren Energien signalisiert.

Die neuen strategischen Ausrichtungen von BP und Shell unterstreichen eine veränderte Prioritätensetzung innerhalb der Branche. Obwohl erneuerbare Energien weiterhin eine wichtige Rolle spielen, richten sich die Konzerne zunehmend auf traditionelle Energiequellen aus, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu wahren.

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