BP übertrifft Gewinnerwartungen im dritten Quartal
Höhere Raffineriemargen gleichen sinkende Ölpreise teilweise aus

Der britische Energiekonzern BP hat im dritten Quartal 2025 einen geringeren Gewinnrückgang verzeichnet als erwartet. Dank höherer Raffineriemargen konnte das Unternehmen die Auswirkungen sinkender Rohölpreise teilweise ausgleichen. Der bereinigte Nettogewinn belief sich auf 2,21 Milliarden US-Dollar und lag damit über den von Analysten prognostizierten 2,02 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,27 Milliarden US-Dollar bedeutet dies nur einen leichten Rückgang.
BP setzte sein Aktienrückkaufprogramm im dritten Quartal mit einem Volumen von 750 Millionen US-Dollar fort. Vorstandschef Murray Auchincloss erklärte, dass die abgeschlossenen oder angekündigten Vermögensverkäufe für das laufende Jahr voraussichtlich rund 5 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Damit bestätigt BP den Kurs, durch gezielte Verkäufe Kapital freizusetzen und die Bilanz zu stärken.
Im Gegensatz dazu gaben die europäischen Wettbewerber Shell und TotalEnergies im Oktober deutliche Gewinneinbußen für das dritte Quartal bekannt. Auch dort drückten niedrigere Ölpreise auf die Ergebnisse, während Shell von starken Handelsergebnissen im Gasgeschäft profitierte und TotalEnergies von gestiegenen Raffineriemargen begünstigt war. Der durchschnittliche Brent-Preis sank im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent.
Die für Investoren besonders relevante Frage nach dem Verkauf der Schmierstoffsparte Castrol blieb unbeantwortet. Diese gilt als zentrales Element von BPs umfassendem Veräußerungsprogramm im Umfang von 20 Milliarden US-Dollar.
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Zur AktienanalyseDie Sparte „Customers and Products“, die von den höheren Raffineriemargen profitierte, erreichte einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 1,61 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf sie leicht die Analystenschätzungen von 1,59 Milliarden US-Dollar und lag deutlich über dem Vorjahreswert von 381 Millionen US-Dollar. Der operative Cashflow stieg auf 7,8 Milliarden US-Dollar nach 6,8 Milliarden US-Dollar im gleichen Quartal des Vorjahres. Die Nettoverschuldung blieb mit rund 26 Milliarden US-Dollar stabil.


