BP plant Verkauf von Raffinerien in Deutschland
Kostensenkung und Investorenvertrauen im Fokus, Betrieb in Gelsenkirchen läuft weiter

BP plant den Verkauf seiner Raffinerieanlagen in Deutschland. Das Unternehmen BP Europa SE wird nach potenziellen Käufern für diese Vermögenswerte suchen. Diese Maßnahme ist Teil der Strategie des britischen Ölkonzerns, die Kosten zu senken und das Vertrauen der Investoren zu stärken. BP-CEO Murray Auchincloss hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Unternehmensausgaben bis Ende 2026 um mindestens zwei Milliarden US-Dollar zu reduzieren, um die Renditen zu steigern und Bedenken im Zusammenhang mit der Energiewende-Strategie des Unternehmens zu adressieren.
Emma Delaney, Executive Vice President der BP-Kundensparte, erklärte, dass BP sein globales Portfolio kontinuierlich anpassen müsse, um als schlankeres, fokussierteres und wertorientierteres Unternehmen zu wachsen. Im Rahmen dieser Umstrukturierung wird BP den Verkaufsprozess für Ruhr Oel GmbH – einschließlich der Raffinerie in Gelsenkirchen und weiterer zugehöriger Anlagen – sofort starten. Der Abschluss von Verkaufsvereinbarungen ist für das Jahr 2025 geplant. Während des Verkaufsprozesses soll der Betrieb der Raffinerie unverändert fortgeführt werden.
Die Raffinerie in Gelsenkirchen, die seit 1935 in Betrieb ist, besteht aus zwei Anlagen sowie einem petrochemischen Standort. Ihre Verarbeitungskapazität liegt bei rund zwölf Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Bereits im März 2024 hatte BP angekündigt, die Rohölverarbeitungskapazität dieser Raffinerie ab 2025 um etwa ein Drittel zu reduzieren. Grund dafür ist ein erwarteter Rückgang der Nachfrage.
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Zur AktienanalyseDer globale Raffineriemarkt zeigt derzeit wenig Anzeichen für eine kurzfristige Erholung der Gewinnmargen. Auch andere internationale Konzerne äußerten im Januar nur begrenzten Optimismus hinsichtlich einer baldigen Verbesserung der Raffinerieprofite. Trotz dieser Herausforderungen verzeichneten BP-Aktien im Nachmittagshandel einen Anstieg von 2,4 Prozent.


