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BP kündigt neue Sparrunde nach Gewinnsprung an

Trotz starker Quartalszahlen hinkt die Aktie weiterhin hinter Shell und Exxon her

BP kündigt neue Sparrunde nach Gewinnsprung an

BP hat im zweiten Quartal einen bereinigten Nettogewinn von 2,4 Milliarden US-Dollar erzielt und damit die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Prognostiziert worden war ein Ergebnis von 1,8 Milliarden Dollar. Trotz eines Rückgangs um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2,8 Milliarden Dollar konnte der britische Ölkonzern somit positiv überraschen. Als Reaktion auf die Zahlen kündigte das Unternehmen eine Überprüfung seines Geschäftsportfolios sowie weitere Kostensenkungen an.

Konzernchef Murray Auchincloss erklärte, BP werde eine gründliche Analyse seiner Geschäftsbereiche durchführen, um sicherzustellen, dass Kapital künftig effektiver eingesetzt werde. Zudem werde eine zusätzliche Kostenprüfung eingeleitet. Ziel sei es, den Wert für die Anteilseigner zu maximieren. Bereits zu Jahresbeginn hatte Auchincloss Pläne vorgestellt, wonach bis 2027 Vermögenswerte im Umfang von 20 Milliarden Dollar veräußert, Investitionen und Aktienrückkäufe reduziert sowie Einsparungen vorgenommen werden sollen.

Laut Unternehmensangaben wurden bislang 1,7 Milliarden US-Dollar der bis Ende 2027 angestrebten Einsparungen von insgesamt vier bis fünf Milliarden realisiert. Trotz des Gewinnrückgangs gegenüber dem Vorjahr hat BP beschlossen, die Dividende von 8 auf 8,32 US-Cent je Aktie zu erhöhen. Gleichzeitig hält das Unternehmen an seinem laufenden Aktienrückkaufprogramm fest. Bis zur Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal sollen weitere 750 Millionen Dollar in eigene Aktien investiert werden.

Im Vergleich zu seinen Konkurrenten hinken die BP-Aktien seit Jahren hinterher. Besonders seit dem Einstieg in den Bereich erneuerbare Energien im Jahr 2020 unter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Bernard Looney blieb die Kursentwicklung hinter der Branche zurück. Auch seit der strategischen Neuausrichtung unter Auchincloss im Februar dieses Jahres haben die BP-Papiere rund 3,5 Prozent an Wert verloren. Zum Vergleich: Die Aktien der Konkurrenten Shell und Exxon legten im selben Zeitraum um rund 2,4 Prozent zu.

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