BP-Chefin O'Neill baut Konzernstruktur um und stärkt Öl-Fokus
Der britische Energieriese BP richtet seine Führungsstruktur neu aus und bekennt sich klar zum Kerngeschäft mit Öl und Gas.

Meg O'Neill, die neue Chief Executive Officer von BP Plc, hat die Führungs- und Berichtsstrukturen des britischen Energiekonzerns grundlegend umgebaut. Die Neuausrichtung soll den Fokus des Unternehmens auf das traditionelle Öl- und Gasgeschäft festigen und die jüngsten Turbulenzen in der Führungsetage hinter sich lassen. Der in London ansässige Konzern gab die Änderungen in einer offiziellen Mitteilung bekannt.
Im Zentrum der Umstrukturierung stehen zwei personelle Neubesetzungen auf der Führungsebene. Ab dem 1. Juli übernimmt Gordon Birrell die Position des Executive Vice President für den Bereich Upstream – also die Förderung und Exploration von Öl und Gas. Richard Harding wird zeitgleich dieselbe Rolle für den Bereich Downstream auf Interimsbasis übernehmen. Der Downstream-Bereich umfasst bei BP die Raffination, den Vertrieb und das Tankstellengeschäft.
Einen Stellenabbau kündigte das Unternehmen im Zuge der Restrukturierung nicht an. Die Maßnahmen beschränken sich damit vorerst auf die Neuordnung der Führungs- und Berichtslinien innerhalb des Konzerns.
Rückkehr zu den Wurzeln
Die Umstrukturierung unter O'Neill steht sinnbildlich für eine breitere Strategiewende bei BP. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren stark auf den Ausbau erneuerbarer Energien gesetzt und sich ambitionierte Klimaziele gesteckt. Unter dem Druck von Investoren und angesichts schwacher Aktienkursentwicklung rückte das Unternehmen jedoch zunehmend von dieser Ausrichtung ab und besinnt sich nun wieder stärker auf das profitable Kerngeschäft mit fossilen Brennstoffen.
Die Trennung in die Bereiche Upstream und Downstream ist eine klassische Gliederung im integrierten Ölkonzern-Modell. Upstream bezeichnet dabei alle Aktivitäten rund um die Suche, Erschließung und Förderung von Rohöl und Erdgas. Downstream hingegen umfasst die nachgelagerten Prozesse wie Raffination, Petrochemie sowie den Verkauf von Kraftstoffen und anderen Produkten an Endkunden.
Führungswechsel nach turbulenter Phase
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Zur AktienanalyseBP hatte zuletzt eine bewegte Zeit in der Führungsetage durchlebt. Die Neubesetzung der CEO-Position mit Meg O'Neill markiert einen Neuanfang für den Konzern, der zu den größten integrierten Energieunternehmen der Welt zählt. Mit der nun kommunizierten Strukturreform sendet O'Neill ein klares Signal an Investoren und Märkte: BP priorisiert wieder das bewährte Öl- und Gasgeschäft.
Für deutsche Anleger ist BP als einer der bedeutendsten europäischen Energiekonzerne von besonderem Interesse. Das Unternehmen ist an der Londoner Börse notiert und zählt zu den Schwergewichten im europäischen Energiesektor. Die strategische Neuausrichtung dürfte die Diskussion über die langfristige Positionierung großer Ölkonzerne zwischen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien weiter befeuern.


