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Bosch kämpft mit schwacher Nachfrage und Gewinnrückgang

Wirtschaftliche Unsicherheiten, Investitionen und Stellenabbau belasten den Technologiekonzern

Bosch kämpft mit schwacher Nachfrage und Gewinnrückgang

Bosch hat im vergangenen Jahr unter der Krise in der Automobilindustrie und im Maschinenbau gelitten. Besonders in Europa machte sich die schwache Nachfrage bemerkbar. Nach vorläufigen Zahlen sank der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um ein Drittel auf 3,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der operative Gewinn noch 4,8 Milliarden Euro betragen. Der Umsatz ging um ein Prozent auf 90,5 Milliarden Euro zurück. Laut Bosch-Geschäftsführer Stefan Hartung blieb das Unternehmen damit hinter seinen Zielen zurück. Die Automobilbranche stehe unter steigendem Wettbewerbsdruck, insbesondere aus China, zudem belaste sie eine Überkapazität sowie regulatorische Unsicherheiten. Trotz aller Bemühungen sei es nicht gelungen, sich diesen wirtschaftlichen Realitäten zu entziehen, erklärte Hartung.

Die ursprünglich angestrebte Wachstumsrate von fünf bis sieben Prozent wurde verfehlt. Die Entwicklung in Zukunftsbereichen wie Elektromobilität, Wärmepumpen und Wasserstofftechnologien blieb hinter den Erwartungen zurück. Zwar sei in diesen Segmenten ein Wachstum zu verzeichnen, doch erreichte es nicht das erhoffte Niveau. Der Gewinn litt unter den hohen Investitionen in diese Bereiche sowie unter fehlenden Umsätzen. Dennoch schrieb keine der Bosch-Sparten rote Zahlen, auch wenn einige von ihnen deutliche Umsatzrückgänge verzeichneten.

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen weiterhin ein anspruchsvolles wirtschaftliches Umfeld mit nur moderatem Wachstum. Finanzchef Markus Forschner sieht jedoch Anzeichen für eine mögliche Belebung der Wirtschaft in den USA und China. Mit Blick auf die angekündigten wirtschaftspolitischen Maßnahmen des neuen US-Präsidenten Donald Trump, darunter mögliche Zollerhöhungen gegenüber Europa, zeigte sich Hartung vorsichtig optimistisch. Bosch bereite sich auf verschiedene Szenarien vor, gehe aber davon aus, dass keine Entscheidungen getroffen würden, die der amerikanischen Bevölkerung schaden könnten. Der Konzern investiert weiterhin in den USA, zuletzt in einen großen Zukauf sowie in eine Halbleiterfabrik. Diese Expansion soll fortgesetzt werden, da Bosch in Nordamerika noch nicht stark genug aufgestellt sei. Derzeit stammt knapp ein Fünftel des Konzernumsatzes aus dieser Region.

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage setzt Bosch auf Einsparungen, die vor allem durch Personalabbau erfolgen sollen. Die weltweite Belegschaft schrumpfte im Jahr 2024 bereits um drei Prozent auf knapp 418.000 Beschäftigte. Seit Mitte letzten Jahres gibt es Pläne zur Streichung von mehr als 12.000 Arbeitsplätzen, davon 6.000 in Deutschland. Diese betreffen auch Zukunftsbereiche wie Elektromobilität und Software. Der Betriebsrat und die IG Metall kritisierten die Maßnahmen scharf. Bosch begründete den Stellenabbau mit der schwachen Nachfrage nach Elektroautos und der damit verbundenen Verschiebung von Projekten und Fahrzeugplattformen bei den Automobilherstellern. Personalchef Stefan Grosch betonte, dass die Notwendigkeit weiterer Anpassungen fortlaufend geprüft werde. Der Betriebsrat warnte vor noch größeren Einschnitten. Eine Prognose für Umsatz und Gewinn im Jahr 2025 soll im Mai veröffentlicht werden, wenn die vollständigen und geprüften Jahreszahlen vorliegen.

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