Börsenwoche: Novo Nordisk, Palantir und IAG im Fokus
Nächste Woche berichten mehrere Schwergewichte – Anleger richten den Blick auf Wegovy, KI-Daten und Flugkapazitäten.

Die kommende Börsenwoche hält wichtige Quartalsergebnisse bereit. Zu den berichtenden Unternehmen zählen unter anderem Palantir Technologies, Advanced Micro Devices, Novo Nordisk, InterContinental Hotels Group, Metlen Energy & Metals, Morgan Sindall Group sowie die International Consolidated Airlines Group (IAG). Anleger dürften die Zahlen und Ausblicke dieser Konzerne genau unter die Lupe nehmen.
Novo Nordisk setzt auf Abnehmpille zur Belebung der Geschäftsentwicklung
Novo Nordisk steht mit seinen Quartalszahlen besonders im Rampenlicht. Die Ergebnisse für das erste Quartal gelten als entscheidender Maßstab dafür, ob mutige strategische Maßnahmen das Volumenwachstum wieder beleben konnten. Zu den zentralen Initiativen des dänischen Pharmariesen zählten in diesem Jahr Preissenkungen, Zulassungen für höhere Dosierungen sowie Vertriebspartnerschaften für die Abnehmspritze Wegovy.
Ein besonderer Erfolg war die Einführung von Wegovy in Tablettenform. Spannend bleibt, ob diese Dynamik nach der Markteinführung eines konkurrierenden oralen Medikaments durch den US-Konzern Eli Lilly angehalten hat. Prognosen zufolge ist der Umsatz im ersten Quartal um rund 3,2 Milliarden Dänische Kronen (DKK) auf 75 Milliarden DKK gesunken.
Das Erreichen der moderaten Jahresprognose, die derzeit einen Umsatzrückgang zwischen 5 und 13 Prozent vorsieht, dürfte ein wesentlicher Treiber für die Marktstimmung sein. Darüber hinaus richtet sich der Blick auf den klinischen Fortschritt: Ein jüngster Erfolg in einer klinischen Studie zur Sichelzellkrankheit erinnerte an die Kompetenzen von Novo Nordisk im Bereich seltener Krankheiten. Anleger sollten daher auch auf mögliche Pläne zur Markteinführung in diesem Bereich achten.
Palantir will an den starken Jahresabschluss anknüpfen
Palantir Technologies berichtet ebenfalls in der kommenden Woche – und die Erwartungen sind hoch. Das Unternehmen hat eine bewährte Erfolgsbilanz darin, sowohl die eigene Prognose als auch den allgemeinen Analystenkonsens zu übertreffen. Anleger werden genau auf eine anhaltende Dynamik beim kommerziellen Wachstum in den USA, weitere Fortschritte bei den verbleibenden Leistungsverpflichtungen sowie eine anhaltende Margenstärke achten.
Basierend auf dem wachsenden Muster von Outperformance, der soliden Visibilität künftiger Umsätze und einer möglicherweise erhöhten Nachfrage in einigen Regierungs- und Verteidigungsbereichen besteht Spielraum für erneutes Übertreffen der Gewinnerwartungen. Bemerkenswert ist zudem, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis infolge des Stimmungsdrucks in diesem Jahr auf ein Niveau gesunken ist, das seit über einem Jahr nicht mehr erreicht wurde. Dies könnte eine zentrale Sorge der Anleger – die Bewertung – zumindest teilweise entkräften.
Werden die Kapazitätspläne von IAG zurückgeschraubt?
Die International Consolidated Airlines Group (IAG) geht nach einer schwierigen Phase für die Luftfahrtbranche in die Ergebnisveröffentlichung. Nahezu verdoppelte Treibstoffpreise haben die Branche zuletzt stark belastet. Dennoch wird erwartet, dass sich die Zahlen für das erste Quartal – historisch ein ruhiges Quartal – relativ gut behaupten: Das bereinigte operative Ergebnis soll um rund 45 Prozent auf 288 Millionen Britische Pfund steigen.
Weit wichtiger als die reinen Quartalszahlen wird der Ausblick auf den Rest des Jahres sein. IAG ist dank seiner starken Bilanz und höheren Margen besser als die meisten Fluggesellschaften positioniert, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen. Höhere Treibstoffpreise bedeuten in der Regel höhere Ticketpreise, weshalb eine gewisse Schwäche bei kurzfristigen Buchungen erwartet wird.
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Zur AktienanalyseDer Konzern hatte ursprünglich geplant, seine Kapazität bis 2026 um etwa 3 Prozent zu erweitern. Historisch gesehen können Fluggesellschaften jedoch nicht die gesamten Kosten höherer Treibstoffpreise an die Verbraucher weitergeben, weshalb Kapazitäten tendenziell gekürzt werden, um die Rentabilität zu schützen. Da kein klarer Zeitplan für eine Lösung des Nahostkonflikts vorliegt, bleibt offen, ob IAG seine Kapazitätspläne für dieses Jahr anpassen wird.
Hinweis für Anleger
Dieser Artikel stellt keine persönliche Anlageberatung dar. Der Wert von Investitionen kann steigen und fallen, sodass Anleger weniger zurückerhalten könnten, als sie investiert haben. Bei Unsicherheit über die Eignung einer Anlage empfiehlt sich eine individuelle Beratung.


