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Booking.com muss Gebühren in der Schweiz senken

Preisüberwacher greift durch – Plattform kündigt Berufung an und verweist auf EU-Konflikte

 Booking.com muss Gebühren in der Schweiz senken

Die Buchungsplattform Booking.com steht in der Schweiz unter Druck. Der eidgenössische Preisüberwacher hat angeordnet, dass das Unternehmen seine Kommissionssätze für Schweizer Hotels um knapp ein Viertel reduzieren muss. Hintergrund ist eine Analyse der Preisüberwachungsbehörde, die zu dem Ergebnis kam, dass die bisher verlangten Gebühren missbräuchlich hoch seien. Eine gütliche Einigung zwischen den Behörden und Booking.com sei nicht zustande gekommen, weshalb ein formeller Entscheid notwendig geworden sei.

Die Reduzierung der Gebühren soll drei Monate nach Rechtskraft der Entscheidung in Kraft treten und für eine Dauer von drei Jahren gelten. Booking.com hat die Möglichkeit, gegen die Anordnung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einzulegen. In einer ersten Reaktion kündigte das Unternehmen bereits Berufung gegen die Maßnahme an. Bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens sollen sich die geltenden Provisionssätze nicht verändern. Booking.com betonte, dass seinen Partnern zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung stünden, ihre Unterkünfte zu bewerben.

Die Entscheidung des Preisüberwachers reiht sich in eine Serie regulatorischer Auseinandersetzungen ein, in die die Plattform in den vergangenen Jahren verwickelt war. So hatte der Europäische Gerichtshof im Herbst des Vorjahres entschieden, dass sogenannte Bestpreisklauseln in den Verträgen von Booking.com den Wettbewerb behindern. Diese Klauseln untersagen es Hotels, auf anderen Plattformen oder auf ihrer eigenen Website günstigere Preise als auf Booking.com anzubieten.

Auch in Spanien war die Plattform ins Visier der Wettbewerbsbehörden geraten. Im Sommer 2024 hatte die spanische Kartellbehörde eine Geldstrafe in Höhe von über 400 Millionen Euro gegen Booking.com verhängt. Der Vorwurf lautete auf wettbewerbswidriges Verhalten. Die Entscheidung aus der Schweiz fügt sich damit in ein europäisches Bild zunehmender regulatorischer Maßnahmen gegenüber großen digitalen Plattformen ein, die eine marktbeherrschende Stellung einnehmen. Booking.com bleibt trotz der angekündigten Rechtsmittel mit wachsenden Herausforderungen auf nationaler und europäischer Ebene konfrontiert.

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